Coronavirus: Städtische Veranstaltungen werden abgesagt
Bis Ende April findet nichts statt

Tecklenburg -

Zahlreiche Veranstaltungen werden wegen des Coronavirus abgesagt. Der Bürgermeister wirbt um Verständnis.

Mittwoch, 11.03.2020, 17:42 Uhr aktualisiert: 12.03.2020, 18:02 Uhr
Schweren Herzens verzichtet die evangelische Kirchengemeinde auf den Mini-Gottesdienst im Schafstall. Er sollte am 21. März auf dem Windmühlenhof Neyer stattfinden.
Schweren Herzens verzichtet die evangelische Kirchengemeinde auf den Mini-Gottesdienst im Schafstall. Er sollte am 21. März auf dem Windmühlenhof Neyer stattfinden. Foto: Johanna Engel

Das Coronavirus hat nun auch Auswirkungen auf Tecklenburg: Sämtliche Veranstaltungen der Stadt sind bis Ende April abgesagt. Als „Zeichen der Solidarität“ bezeichnete das Bürgermeister Stefan Streit am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss. Es war vorerst eine der letzten Zusammenkünfte von Verwaltung und Kommunalpolitik. Denn die für Dienstag, 17. März, vorgesehene Sitzung des Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschusses wird nicht stattfinden.

Die Bürgermeister des Kreises Steinfurt hatten sich am Dienstag mit Landrat Dr. Klaus Effing getroffen und über den Umgang mit dem Virus beraten, um ein einheitliches Vorgehen zu erreichen, berichtete Streit. Die Absagen der Veranstaltungen hätten präventiven Charakter. Inzwischen gebe es weltweit 100 000 schwere Krankheitsfälle. „Wir sind noch im Anfangsstadium.“ Vor allem gehe es darum, die Ausbreitung zu verlangsamen und so die Kapazitäten der Krankenhäuser zu schonen. Der Bürgermeister rief alle dazu auf, besonnen zu reagieren und alle kulturellen und sportlichen Veranstaltungen zurückzufahren. „Wir müssen bei uns selbst anfangen“, forderte Streit.

Ich gehe nicht davon aus, dass sich das Virus über die Sommerphase hinweg erledigt.

Bürgermeister Stefan Streit

Besonders ältere Menschen gehören zur Risikogruppe, die es zu schützen gelte. Deshalb sollten menschliche Kontakte auf ein Minimum reduziert werden. Noch habe man es in der Hand, das Tempo der Ausbreitung zu verlangsamen und die Krankenhaus-Situation zu entlasten. „Wir müssen jetzt handeln und nicht zusehen.“

Abgesagt oder verschoben

 

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Streit ging auch auf den Erlass des Landes Nordrhein-Westfalen ein, dass Veranstaltungen mit mindestens 1000 Menschen verboten sind. „Wir sind uns sicher, dass diese Zahl nach unten korrigiert werden muss“, berichtete er weiter vom Treffen der Bürgermeister. Bei der Stadt werde außerdem ein Stab für außergewöhnliche Ereignisse eingerichtet, kündigte Streit an. Er gehe außerdem nicht davon aus, dass sich „das Virus über die Sommerphase hinweg erledigt“.

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