Heimatverein Leeden: Rudolf Rogowski weitere zwei Jahre im Amt
Vorsitzende sind schwer zu finden

Tecklenburg-Leeden -

Was tun, wenn sich kein Nachfolger findet? Für Rudolf Rogowski ist das keine Frage. Er bleibt im Amt.

Sonntag, 15.03.2020, 18:43 Uhr aktualisiert: 16.03.2020, 18:14 Uhr
Das Stiftensemble: Im alten Fachwerkhaus befindet sich das von Rudolf Rogowski mitinitiierte Museum.
Das Stiftensemble: Im alten Fachwerkhaus befindet sich das von Rudolf Rogowski mitinitiierte Museum. Foto: Ruth Jacobus

Rudolf Rogowski bleibt für weitere zwei Jahre Vorsitzender des Heimatvereins. Im Rahmen der Mitgliederversammlung im Stiftshof wurde er von 47 Mitgliedern einstimmig wiedergewählt. Bereits vor vier Jahren hatte Rogowski angekündigt, für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Doch da sich jetzt noch kein potenzieller Nachfolger fand, ließ der engagierte Heimatfreund den Verein nicht im Regen stehen und stellte sich erneut zur Wahl.

Leider ist dieser Posten nicht ganz einfach zu besetzen, viele engagierte Mitglieder, die dafür in Frage kommen könnten, stehen mitten im beruflichen Leben oder sind bereits anderweitig ehrenamtlich tätig, teilt der Heimatverein mit. Diskutiert wurde die Möglichkeit, die Aufgaben des ersten Vorsitzenden in mehrere Sparten aufzuteilen. Dafür ist eine Satzungsänderung erforderlich, die auf der nächsten Jahreshauptversammlung beschlossen werden soll.

Viele Themen sind im Hintergrund zu leisten, die oftmals nicht gesehen werden.

Wilfried Brönstrup

Im vergangenen Jahr hatte der Verein im Rahmen eines eintägigen Workshops seine Potenziale, Stärken und Schwächen herausgearbeitet. Der Verein steht auf soliden Füßen, hat viele engagierte, auch jüngere Mitglieder, die den Vorstand gerne unterstützen und entlasten möchten. In diesem Rahmen hat sich bereits ein Festausschuss gefunden, der eine Entlastung für den Vorsitzenden darstellt, schreibt der Verein.

Rogowski erklärte, dass er für weitere zwei Jahre als erster Vorsitzender zur Verfügung stünde, wenn diese Entlastung gewährleistet ist und er jemanden an die Seite bekommt, der ihm administrative Aufgaben abnimmt. Unter diesen Voraussetzungen bleibt der Vorsitzende für weitere zwei Jahre im Amt.

Vor den Wahlen gab es die Berichte aus den Fachbereichen Brauchtum, Naturverbundenheit, Anlagen und Wege, Wandern und Museum. Erfreulicherweise wurden im vergangenen Jahr 13 neue Mitglieder aufgenommen, so dass der Heimatverein Leeden aktuell 198 Mitglieder zählt.

198 Mitglieder

Nach dem Kassenbericht bestätigte Carsten Schnepper als Prüfer eine ordnungsgemäß geführte Kasse. Die Entlastung der Kassiererin sowie des gesamten Vorstandes wurde einstimmig gewährt. Als Nachfolger für den ausscheidenden Kassenprüfer Carsten Schnepper wurde Frank Nowroth für zwei Jahre gewählt.

Der Vorsitzende bedankte sich bei seinen Vorstandskollegen für die geleistete Arbeit und die Unterstützung im vergangenen Jahr. Die zweite Vorsitzende Monika Lücke hob hervor, dass Rogowski 24 Jahre ehrenamtlich als erster Vorsitzender tätig sei und überreichte ihm im Namen des Vorstandes ein Präsent. Als eines seiner besonderen Projekte im Heimatverein bezeichnete Lücke den Umbau des Stiftshauses zum Museum und dessen Eröffnung im Jahr 2012.

Iris Schnepper und Melanie Bohne wurden in ihren Ämtern als erste Schriftführerin und erste Kassiererin für vier Jahre wiedergewählt.

Koordinator zwischen Vorstand und Beirat ist für die nächsten zwei Jahre Sven Bohne. Der neue Fachbereich Archiv und Digitalisierung wird von Heidi Steinhoff geleitet, die ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Zum neuen Haus- und Anlagenwart wurde Rolf Brinkering bestimmt. Der Fachbereich Museum bleibt in der Hand von Rudolf Rogowski. Gleichfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden Brigitte Rogowski für die Gruppe Brauchtum und Helmut Breitenfeld für den Fachbereich Naturverbundenheit.

Der Posten des Wanderwartes bleibt weiter vakant. Die Gruppe hat immer ein gutes Wanderprogramm auf die Beine gestellt, heißt es weiter im Bericht des Vereins. Für die Pflege und Wartung der Wanderwege wurde Magarete Tiltmann gewonnen. Die Koordination der Besuche an runden Geburtstagen übernimmt Karl-Heinz Reiners.

Zum Abschluss sprach Altbürgermeister Wilfried Brönstrup Rudolf Rogowski im Namen der Versammlung einen großen Dank für die geleistete Arbeit aus. Viele Themen seien im Hintergrund zu leisten, die oftmals nicht gesehen würden, aber dennoch unerlässlich für einen gut aufgestellten gemeinnützigen Verein seien, betonte er.

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