Ehrenamt ist unerlässlich für VWG und Freilichtbühne
Viel Geld und Zeit investiert

Tecklenburg -

Seit 25 Jahren gibt es die VWG. Rund 380 000 Euro hat sie in dieser Zeit investiert in das Image der Stadt.

Montag, 16.03.2020, 20:05 Uhr aktualisiert: 17.03.2020, 17:42 Uhr
Die Freilichtbühne lockte im vergangenen Jahr knapp 120 000 Besucher an. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass die Veranstaltungen reibungslos ablaufen.
Die Freilichtbühne lockte im vergangenen Jahr knapp 120 000 Besucher an. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass die Veranstaltungen reibungslos ablaufen. Foto: Detlef Dowidat

Was ehrenamtlich geleistet wird für die Stadt, das sei vielen nicht bekannt. Wilhelm Kienemann , Vorsitzender der verkehrs- und Wirtschaftsgemeinschaft (VWG), sein Stellvertreter Markus Rabbel und Radulf Beuleke sind sich in diesem Punkt einig. „Es gibt Momente, in denen wir um Anerkennung kämpfen müssen“, sagt der Intendant der Freilichtspiele.

Vor 25 Jahren wurde die VWG gegründet. Was die Mitglieder seitdem an freiwilligen Aufwendungen geleistet haben, um einerseits die Existenz zu sichern und andererseits zur Imageverbesserung der Stadt beizutragen, haben Kienemann und Rabbel aufgelistet. Insgesamt sind sie auf 380 000 Euro gekommen. „Die Sommerkonzerte sind der dickste Brocken“, erläutert der VWG-Vorsitzende. Für die Musiker, die an jedem Sonntag auf dem historischen Marktplatz aufspielen und die Besucher erfreuen, hat der Verein inzwischen 125 000 Euro ausgegeben.

Bei der knappen Haushaltslage der Stadt wären viele Maßnahmen ohne den ehrenamtlichen Einsatz vieler Bürger in Tecklenburg nicht möglich.

VWG-Vorsitzender Wilhelm Kienemann

Das Entgelt für die Nutzung öffentlicher Flächen durch Gastronomie und Handel hat sich auf 75 000 Euro summiert. Mit 50 000 Euro (Anschaffung, Wartung, Auf- und Abbau) schlagen die Weihnachtsglocken zu Buche, die im Winter für ein stimmungsvolles Licht in der Altstadt sorgen.

40 000 Euro wurden seit 1987 in die Unterhaltung des Weinberges investiert. 25 000 Euro hat die VWG inzwischen ausgegeben für den viersprachigen Prospekt Altstadtrundweg (250 000 Exemplare). Die Liste ließe sich beliebig ausweiten.

Darüber hinaus halten Kienemann und Rabbel fest, würden von Bürgern sowie Institutionen unentgeltliche ehrenamtliche Tätigkeiten im Rahmen von Stadtentwicklung, Tourismusförderung und Unterhaltung der städtischen Infrastruktur geleistet. Museen, Bücherei, Freilichtbühne, Geschichts- und Heimatverein sowie Kneipp-Verein listen die beiden unter anderem auf. Dieser Geldwert sei nicht zu beziffern. „Bei der knappen Haushaltslage der Stadt wären viele Maßnahmen ohne den ehrenamtliche Einsatz vieler Bürger in Tecklenburg nicht möglich“, betont Kienemann.

Das Ehrenamt ist auch für die Freilichtbühne von großer Bedeutung. Ohne diese Unterstützung müsste Personal fest eingestellt werden, gibt Rabbel zu bedenken. Was das bedeuten würde, weiß Intendant Radulf Beuleke genau: „Die Eintrittspreise würden dreistellig.“

Für ehrenamtliche Arbeit gebe die Bühne pro Jahr 60 000 Euro aus. Das Geld ist bestimmt für Aufwendungen und Fahrtkosten. An den Proben- und Aufführungstagen bekamen die Helfer und Chormitglieder bislang drei Euro. Das möchte Beuleke gern auf fünf Euro erhöhen. Die Mitgliederversammlung muss noch zustimmen. „Dafür bekommt kein Theater der Welt die Leute“, weiß er den Einsatz der Menschen für die Bühne zu schätzen.

Im vergangenen Jahr seien bei den 32 Chormitgliedern allein bei Fahrten zu Proben und Aufführungen des Musicals „Don Camillo & Peppone“ 51 490 Kilometer zusammengekommen, nennt Beuleke eine beeindruckende Zahl.

Zwischen Freilichtbühne und VWG gebe es viele Querbezüge, sprechen Kienemann, Rabbel und Beuleke von einer guten Zusammenarbeit. Sie würden sich nur wünschen, dass ihre Arbeit von den Bürgern höher geschätzt würde.

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