Vorbereitung auf die Abi-Prüfungen
Sich selbst zum Lernen motivieren

Tecklenburg -

Wie bereiten sich die Abiturienten auf ihre Prüfungen vor? Sie müssen sich selbst motivieren, entsprechend zu pauken.

Donnerstag, 19.03.2020, 19:29 Uhr aktualisiert: 20.03.2020, 17:58 Uhr
Die Türen des GAG sind geschlossen. Die Abiturienten bereiten sich zu Hause auf die Prüfungen vor.
Die Türen des GAG sind geschlossen. Die Abiturienten bereiten sich zu Hause auf die Prüfungen vor. Foto: Ruth Jacobus

Immer weiter wird das öffentliche Leben wegen des Coronavirus heruntergefahren. Auch die Schulen haben das zu spüren bekommen und komplett geschlossen. Nur für Kinder von Eltern aus sogenannten Schlüsselberufen wie Krankenschwestern und Polizisten gibt es Ausnahmeregelungen

Und dann hatten die Abiturienten im Land spontan ihren letzten Schultag . Während der letzten Unterrichtsstunde am Freitag verfolgten alle Schüler des Graf-Adolf-Gymnasiums (GAG) gebannt die Nachrichten. Als dann fest stand, dass bis zu den Osterferien alle Schulen zu bleiben, waren die meisten perplex. „Man konnte sich gar nicht mental darauf vorbereiten. Es kam dann doch überraschend“, schildert die Schülerin Sophie Spierenburg .

Man konnte sich gar nicht mental darauf vorbereiten. Es kam dann doch überraschend.

Sophie Spierenburg

Noch steht vieles in den Sternen. Zwar wird immer wieder betont, dass das Abitur wie geplant verlaufen soll, doch gerade wegen der Vorbereitung für das Abitur fühlen sich viele allein gelassen. Besonders im Fach Biologie ist noch kein Kurs fertig mit dem Unterrichtsstoff für das zentrale Abitur. Jetzt muss dieser alleine und selbstständig aufgearbeitet werden.

Per Mail und über eine schulweite Cloud werden die Aufgabenzettel verteilt. Es liegt also an den Schülern, wie gut sie sich selbst motivieren können, um sich auf das Abitur vorzubereiten. Wie gut dies in der Allgemeinheit klappt, wird sich dann aber erst bei den Prüfungen zeigen.

Jessica Eising aus dem Abiturjahrgang des GAG sorgt sich um das neue und ungewohnte Verhältnis zu den Lehrern: „Es kann zu Verunsicherungen und Missverständnissen führen, alles nur per E-Mail zu erlernen“. Wenn direkt mit dem Lehrer gesprochen werden könne, seien Fragen besser und verständlicher zu klären.

Trotz des Stoffes zum Lernen stehen die meisten gerade vor einem Loch. Selbst am ersten „freien“ Tag, begreifen die meisten noch nicht ganz, dass fünf Wochen Leere vor ihnen liegen. Leere, die natürlich zum einen mit Lernen gefüllt wird, die aber zum anderen immer noch unwirklich wirkt. Denn schließlich ist es nicht mehr möglich seine Freunde regelmäßig zu sehen, mit ihnen zu reden und sich auszutauschen.

Andererseits sehen die Schüler Vorteile: „Nun kann man sich die Sachen selbst einteilen und sich auf seine Problemfelder konzentrieren“, meint Sophie Spierenburg. Ganz in Ruhe können sich die Abiturienten nun auf ihre Abiturfächer vorbereiten, der Zeitdruck fällt etwas weg. Die drei zusätzlichen Wochen können, wenn sinnvoll genutzt, auch dafür sorgen, dass mehr Raum für die wichtigsten Fächer da ist.

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