Im April keine Beiträge für Kitas, Tagespflege und Offene Ganztagsschule
Familien finanziell entlastet

Tecklenburg -

Rund 50000 Euro sparen Tecklenburger Eltern im April, weil sie in diesem Monat keine Gebühren für Kitas, Tagespflege und Offene Ganztagsschule zahlen müssen.

Donnerstag, 02.04.2020, 20:51 Uhr aktualisiert: 03.04.2020, 15:42 Uhr
Normalerweise herrscht in den Kitas reges Treiben. Doch derzeit bleiben die Kinder zu Hause.
Normalerweise herrscht in den Kitas reges Treiben. Doch derzeit bleiben die Kinder zu Hause. Foto: dpa

Von vielen Eltern wird derzeit Organisationstalent gefordert. Die Kindertagesstätten sind geschlossen, die lieben Kleinen bleiben zu Hause und müssen dort betreut werden. Das Land hat beschlossen, dass deshalb für den April keine Beiträge für Kitas, Tagespflege und den Offenen Ganztag an Schulen (OGS) zu zahlen sind. Am Dienstag folgte ein entsprechender Beschluss im Rathaus.

Eigentlich hätte an diesem tag der Stadtrat tagen sollen. Doch derzeit finden keine Sitzungen statt. In solchen Zeiten kann man sich mit einem Dringlichkeitsbeschluss helfen. Den fassten Bürgermeister Stefan Streit sowie die Vorsitzenden der drei Fraktionen nun gemeinsam. Er muss später vom Stadtrat abgesegnet werden.

Dieser Beschluss entlastet die betroffenen Familien in den vier Ortsteilen.

Bürgermeister Stefan Streit

Die Elternbeiträge für die Offene Ganztagsschule und Übermittagsbetreuung an den vier Grundschulstandorten sollen für den April komplett entfallen. So lautet der Beschluss. Damit setzt die Stadt Tecklenburg die einheitlich im Kreis Steinfurt verabredete Lösung nun um. Nach einem Beschluss des Kreises müssen Eltern im April auch keine Beiträge für Kindertageseinrichtungen und Tagespflege zahlen.

Bürgermeister Stefan Streit erklärte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass dieser Beschluss die betroffenen Familien in den vier Ortsteilen der Stadt Tecklenburg für den Monat April bei den Kita-Gebühren sowie bei den OGS- und Übermittagsangeboten um insgesamt rund 50 000 Euro entlastet.

Für die Einnahmeausfälle kommen Kommunen und Land jeweils zur Hälfte auf. Eine Rückerstattung der Beiträge für die letzten beiden Märzwochen erfolgt hingegen nicht. Darüber hinaus werden den Eltern, die ihre Kinder in der Notbetreuung haben, die Beiträge im gleichen Umfang erlassen.

Auch der Sozialdezernent des Kreises Steinfurt, Tilman Fuchs, ist froh, dass es zu einer einheitlichen Vereinbarung gekommen ist: „Seit der Schließung der Kindertageseinrichtungen und der Tagespflege vor zwei Wochen steht die Frage im gesamten Kreis im Raum, wie mit den Beiträgen umgegangen werden soll.“

Streit und Fuchs sehen in dem Kompromiss und der einheitlichen kreisweiten Vorgehensweise der Kommunen ein gutes Zeichen dafür, dass alle Beteiligten in einer schweren Zeit gemeinsam Verantwortung übernehmen.

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