Schützenverein Lienen-Niederdorf
Die beiden Könige regieren weiter bis ins Jubiläumsjahr

Tecklenburg-Brochterbeck -

Eigentlich sollte an diesem Wochenende das Schützenfest in Lienen-Niederdorf stattfinden. Doch es ist abgesagt. Die beiden aktuellen Könige bleiben für ein weiteres Jahr in Amt und Würden.

Freitag, 08.05.2020, 19:16 Uhr aktualisiert: 10.05.2020, 18:26 Uhr
Vorsitzender Franz-Josef Wieschebrock und Martin Ventker legten jetzt am Ehrenmal einen Kranz nieder
Vorsitzender Franz-Josef Wieschebrock und Martin Ventker legten jetzt am Ehrenmal einen Kranz nieder Foto: Schützenverein Lienen-Niederdorf

Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg fällt das Schützenfest des Schützenvereins Lienen-Niederdorf aus. Weder irgendwelche äußeren Einflüsse oder interne Probleme haben den Verein bisher daran gehindert, das Fest des Jahres zu feiern. Doch dann kam das Coronavirus.

Leider sah sich der Vorstand gezwungen, auch nach Absprache mit dem Bruderverein, dem Bürgerschützenverein Brochterbeck von 1846, in einer gemeinsamen Erklärung die beiden Schützenfeste 2020 abzusagen. Die Coronakrise und auch die behördlichen Vorgaben ließen keine andere Entscheidung zu, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Also muss schweren Herzen das öffentliche Vereinsleben erst mal ruhen.

2021 wird das 100-jährige Bestehen gefeiert

Traditionell wäre an diesem Wochenende gefeiert worden. Da es dazu nicht kommt und es deshalb auch keine neuen Majestäten geben wird, hat der erste Vorsitzende, Franz-Josef Wieschebrock, Kontakt zu den amtierenden Königen, Andre Baumann und Markus Wiechert, aufgenommen. Beide haben sich bereit erklärt, die Königswürde weiterhin zu tragen. Auch würden sie den Verein bei Veranstaltungen bis zum nächsten Schützenfest repräsentieren. Sie werden die Königsketten im nächsten Jahr an die Könige des Jubiläumsfestes zum 100-jährigen Bestehen weiterreichen.

In diesem Zusammenhang erinnert der Verein an das Fest zum 75-jährigen Bestehen. Festredner seinerzeit war Arbeitsminister Dr. Norbert Blüm, der vor zwei Wochen im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Sein Auftritt und seine Festrede sind im Verein immer noch lebendig und unvergessen. Ein Kernsatz seiner Rede war: Wer feste arbeitet, soll auch Feste feiern.

Da der Verein vor jedem Schützenfest am vereinseigenen Ehrenmal einen Kranz im Gedenken an die gefallenen und verstorbenen Kameraden niederlegt, hat der Vorsitzende dies auch jetzt nicht vergessen. Den Umständen entsprechend musste das ohne Vereinsmitglieder und die Bocketaler stattfinden. Das Ehrenmal, es steht im nächsten Jahr schon 70 Jahre, wird weiterhin von der Familie Martin Ventker gepflegt.

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