Erster Gottesdienst nach Zwangspause
Strahlende Augen über den Masken

Tecklenburg -

Gute Erfahrungen hat die evangelische Kirchengemeinde mit der Durchführung des ersten Gottesdienstes nach der Corona-Zwangspause gemacht. Am 17. Mai wird in der Stadtkirche Tecklenburg ein gesamtgemeindlicher Gottesdienst angeboten.

Dienstag, 12.05.2020, 06:36 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 16:52 Uhr
Mit einem grünen Smiley hatten die Mitglieder des Presbyteriums die Plätze für den Gottesdienst in der Stiftskirche Leeden markiert.
Mit einem grünen Smiley hatten die Mitglieder des Presbyteriums die Plätze für den Gottesdienst in der Stiftskirche Leeden markiert. Foto: Budke

„Man kann über der Maske sehen, wie die Augen strahlen.“ Ulrike Wortmann-Rotthoff ist die Freue anzumerken, dass es wieder Gottesdienste in der evangelischen Kirchengemeinde Tecklenburg gibt. Am Sonntag hat die Pfarrerin den ersten Gottesdienst nach der Zwangspause in der Leedener Stiftskirche gefeiert. Gut 40 Besucher seien gekommen, sagt sie im Gespräch mit dieser Zeitung.

Man sah strahlende Augen über den Masken.

Pfarrerin Ulrike Wortmann-Rotthoff

Platz wäre für 50 Besucher gewesen. Allerdings hat die Kirchengemeinde im Vorfeld auch klar gemacht, dass Erkrankten und Besuchern aus Risikogruppen die Teilnahme nicht empfohlen wird. Mit roten Klappstühlen ist vor der Stiftskirche der empfohlene Abstand markiert worden. „Das ist alles sehr diszipliniert gelaufen“, blickt sie zurück. Im Gotteshaus waren nur in jeder zweiten Bank Plätze für die Gottesdienstteilnehmer markiert worden – mit einem grünen Smiley.

Grüne Smileys begrüßen die Gottesdienst-Besucher

Die Beachtung der Hygiene-Vorgaben – Handdesinfektion, Maskenpflicht – seien von allen beachtet worden. „Die Menschen haben sehr aufeinander Acht gegeben“, fasst sie ihre Eindrücke zusammen. Überrascht habe sie das nicht, räumt sie im Gespräch ein. „Wer zum Gottesdienst kommt, hat ein Bedürfnis und weiß, was er zu berücksichtigen hat.“

Die Menschen haben sehr aufeinander Acht gegeben.

Ulrike Wortmann-Rotthoff

Nach dem Gottesdienst hat Ulrike Wortmann-Rotthoff mit den beteiligten Presbytern und Organist Harald Budke überlegt, was vielleicht noch geändert werden könnte. Eine Erkenntnis: Da Singen nicht erlaubt ist, sei es für die Teilnehmer etwas ruhig gewesen – trotz des Orgelspiels. „Harald Budke hat vorgeschlagen, dass man vielleicht die Lieder so auswählen sollte, dass die Gottesdienstbesucher mit ihren Händen auf den Bänken mitklopfen könnten“, nennt sie eine Idee.

Ob das bis zum nächsten gesamtgemeindlichen Gottesdienst am 17. Mai um 10 Uhr, dann in der Stadtkirche Tecklenburg, umgesetzt werden kann, ist offen. Auch dann gelten die Hygieneregeln: Abstandsgebot, Körperkontakt und physische nähe im Kirchenraum sind untersagt, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist Pflicht. Markiert werden in der Stadtkirche 35 Sitzplätze. Am Eingang werden Anwesenheitslisten geführt, in die die Teilnehmer eingetragen werden. Das dient dazu, mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können. Die Listen werden nach einem Monat vernichtet, betont Pfarrer Björn Thiel, der Sonntag den Gottesdienst in Tecklenburg halten wird.

Weiter angeboten werden Gottesdienste im Fernsehen, im Internet und im Radio. Zudem gibt es weitere Informationen auf der Internetseite der Kirchengemeinde (www.ek-te.de).

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