Rückabwicklung des Kartenvorverkaufs an der Freilichtbühne
Die Post kommt körbeweise

Tecklenburg -

Die Post kommt derzeit körbeweise bei der Freilichtbühne an. Der Grund: Der Kartenvorverkauf muss rückabgewickelt werden. 52 300 Karten gilt es zu bearbeiten.

Mittwoch, 27.05.2020, 18:48 Uhr aktualisiert: 28.05.2020, 15:20 Uhr
Die Mitarbeiter der Freilichtspiele haben viel Arbeit. Insgesamt müssen sie den Vorverkauf mit 52 300 Tickets rückabwickeln. Sechs bis acht Wochen wird es noch dauern, bis alles bearbeitet ist.
Die Mitarbeiter der Freilichtspiele haben viel Arbeit. Insgesamt müssen sie den Vorverkauf mit 52 300 Tickets rückabwickeln. Sechs bis acht Wochen wird es noch dauern, bis alles bearbeitet ist. Foto: Ruth Jacobus

Es war der beste Kartenvorverkauf aller Zeiten – und dann das: Das Coronavirus erzwingt die Absage der Musical-Veranstaltungen auf der Freilichtbühne. Der Verkauf muss rückabgewickelt werden. Bei 52 300 Karten ist das eine Mammutaufgabe für die fünf Mitarbeiter, die sich zudem in Kurzarbeit befinden.

Geschätzt sind es noch 35 000 Antragsformulare, die bearbeitet werden müssen. Noch längst sind nicht alle verkauften Karten wieder eingegangen. Täglich kommen Körbe voller Post. Die Kisten stapeln sich in der Geschäftsstelle. Im großen Besprechungsraum warten die eingegangenen Formulare und Karten, alphabetisch geordnet, auf ihre weitere Bearbeitung.

Dafür sind wir sehr, sehr dankbar.

Radulf Beuleke

Fast 50 Prozent der Ticket-Inhaber möchten die Karten auf das nächste Jahr umbuchen. „Dafür sind wir sehr, sehr dankbar“, betont Radulf Beuleke , Leiter der Freilichtspiele. Es gebe auch eine ganze Menge Spenden oder die Karten würden gegen Gutscheine umgetauscht. Der Rest der Kartenbesitzer gibt die Karten gegen Bargeld zurück.

Die Arbeiten sind unter den fünf Mitarbeitern aufgeteilt – von der telefonischen Beratung bis hin zum Eintüten der neuen Karten in Umschläge. Sechs bis acht Wochen werde es noch dauern, bis alles abgearbeitet ist, schätzt Beuleke. Ein Computerprogramm hilft dabei, dass diejenigen, die im nächsten Jahr kommen möchten, dann die gleichen oder zumindest ähnliche Plätze gleicher Kategorie bekommen.

Wer Karten für die Pfingstgala „Musical meets Pop“ hat und die Veranstaltung im nächsten Jahr besuchen möchte, muss die Tickets nicht umtauschen. Sie behalten ihre Gültigkeit.

Ist der Kartenvorverkauf 2020 rückabgewickelt, steht der für die Saison 2021 an. Voraussichtlich ab Oktober oder November können die Musicalfans dann Tickets für die Plätze und Termine erwerben, die noch nicht vergeben sind.

Während die Mitarbeiter der Freilichtspiele derzeit alle Hände voll zu tun haben, ist es auf der Bühne ruhig – als wäre sie weiter im Winterschlaf. Die Lautsprecheranlage ist ebenso abgebaut wie das bereits vorbereitete Bühnenbild. Am 24. Mai wäre die Premiere des Familienmusicals „Der Zauberer von Oz“ gewesen und am nächsten Montag die traditionelle Pfingstgala. Die Premieren von „Sister Act“ und „Der Besuch der alten Dame“ sollten am 19. Juni beziehungsweise am 24. Juli folgen. Daraus wird definitiv nichts. Aber was ist mit dem Showfinale am 13. September? Abgesagt ist es noch nicht. „Wir müssen abwarten“, sagt Beuleke. Denn vielleicht ist dann wieder mehr erlaubt als im Moment.

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