„Mäusedamen“ nähen Masken
Mit Nadel und Faden für den guten Zweck

Tecklenburg-Leeden -

Die „Mäusedamen“ haben zahlreiche Masken genäht und den Verkaufserlös gespendet.

Donnerstag, 11.06.2020, 11:28 Uhr aktualisiert: 12.06.2020, 15:24 Uhr
Die Masken der „Mäusedamen“ gibt es in verschiedenen Modellen.
Die Masken der „Mäusedamen“ gibt es in verschiedenen Modellen. Foto: Björn Igelbrink

Kreativ und geschickt sind die „Mäusedamen“, eine Bastelgruppe, die im Gruppenraum der katholischen Kirche St. Hedwig ihre Heimat hat. Die Corona-Situation hat die fleißigen Frauen dazu veranlasst, Mund-Nase-Masken zu nähen, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

Besonders aktiv ist Maria Beumer, die unermüdlich immer neue Masken in ansprechenden Farben, verschiedenen Größen und Modellen fertigt. Bisher waren es 750 Stück, berichtet Hiltrud Langkamp , die Leiterin der Gruppe. Die farbenfrohen Textilien werden im Dorfladen „Lebensmittelpunkt“, im Blumenhaus Schöfer sowie im BSV Fitnesscenter zum Verkauf angeboten. Und das für einen guten Zweck.

Nun wurden 1700 Euro für Hilfsprojekte in Brasilien und Afrika überwiesen. „Angesichts der extrem schwierigen Lage aufgrund der Pandemie benötigen die Projekte dringend Unterstützung“, erklärt Hiltrud Langkamp. In Südamerika unterstütze die Frauenrunde aus dem Stiftsdorf das Straßenkinderprojekt in Arraial d‘Ajuda „Himmelskinder“ und das Drogenrehabilitationszentrum „Casa Dia“. Die Projektbetreuerin Stefanie Langkamp sei ehemalige Leedenerin.

Spenden für Brasilien und Afrika

Hiltrud Langkamp berichtet: „Arraial d‘Ajuda ist als Tourismusort stark von der Corona-Krise betroffen, viele Menschen sind dadurch in ihrer beruflichen Existenz bedroht.“ Dies treffe gerade die sozialen Projekte, weil lokale Spenden wegbrechen. Die Not durch den Shutdown sei groß. Die Himmelskinder verteilen Essenspakete, um Familien vor Hunger zu bewahren.

In Afrika unterstützen die „Mäusedamen“ den Verein „Magi“ der Tecklenburgerin Anja Hirschmann. Auch Malawi sei massiv von der Corona-Pandemie betroffen. Schulen und Kindergärten sind geschlossen, erläutert Hiltrud Langkamp. Die Kinder würden komplett vergessen. Die Projektbetreuer versuchten, ihnen mit dem „Homeschooling-Konzept“ etwas Bildung zu vermitteln. Besonders zu schaffen mache auch dort das Wegbrechen der Spenden.

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