Festival „Kultur am Puppenmuseum“
Starkes Programm in schwerer Zeit

Tecklenburg -

Heiner Schäffer und Markus Veith wollten eigentlich nach dem Ende der Saison auf der Freilichtbühne die Reihe „Theater im Oberstübchen“ im Puppenmuseum starten. Bedingt durch die Corona-Pandemie kommt jetzt alles anders. Die Freilichtspiele haben die Saison abgesagt, Schäffer und Veith laden ab 4. Juli zur „Kultur am Puppenmuseum“ ein.

Mittwoch, 17.06.2020, 06:04 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 17:10 Uhr
Stefan Streit übergibt den Schlüssel zum Puppenmuseum an Markus Veith. Mit ihnen hoffen Heiner Schäffer, Christina Köster und Sebastian Coors
Stefan Streit übergibt den Schlüssel zum Puppenmuseum an Markus Veith. Mit ihnen hoffen Heiner Schäffer, Christina Köster und Sebastian Coors Foto: Ruth Jacobus

Ein Sommer in Tecklenburg ohne kulturelle Höhepunkte? Den gibt es nicht. Wenn schon nicht im großen Stil, dann sollen die Angebote wenigstens klein, aber fein sein. Das dachten sich Heiner Schäffer vom Puppenmuseum und der Schauspieler Markus Veith . Zunächst hatten beide das „Theater im Oberstübchen“ geplant, das nach der Freilichtbühnen-Saison im Museum starten sollte. Doch dann kam Corona und damit eine Zeit, in der nahezu alle Künstler beschäftigungslos sind. Da auch die große Bühne betroffen ist, wird nun eine kleine geschaffen: open air.

Mindestens zwei Veranstaltungen an jedem Wochenende

„Kultur am Puppenmuseum“ ist das Festival überschrieben, das vom 4. Juli bis zum 6. September stattfindet. An jedem Wochenende gibt es mindestens zwei Veranstaltungen. Um die Abstandsregeln einhalten zu können, dürfen jeweils bis zu 40 Besucher kommen. Bei schlechtem Wetter sollten die Termine – eigentlich – abgesagt werden. Doch das finden Bürgermeister Stefan Streit und Christina Köster, Geschäftsführerin der Tecklenburg Touristik, viel zu schade. Prompt boten sie jetzt bei der Präsentation des Programms an, dann das Kulturhaus zu nutzen. Schäffer und Veith sagten gerne zu.

Wir wollen gemeinsam den Künstlern die Möglichkeit bieten zu spielen.

Heiner Schäffer, Vorsitzender Verein Puppenmuseum

Innerhalb von neun Tagen hat Markus Veith das Programm zusammengestellt und dafür von morgens bis abends am Telefon gehangen. Fast alle Künstler, die er angesprochen habe, hätten direkt zugesagt, zu kommen“, freut er sich. Und so ist eine bunte Mischung zusammengekommen – von Kabarett-Komödie über Revue, Comedy, Lesungen und Konzerten bis hin zum Kindertheater. „Jeder Künstler freut sich darauf, auftreten zu können“, weiß Sebastian Coors, der mit einem Musik-Kabarett ebenfalls vertreten ist. Außerdem gebe es eine große Solidarität unter den Künstlern. Um Geld gehe es jedenfalls nicht bei „Kultur am Puppenmuseum“, denn die Gage sei nicht hoch, fügt Veith hinzu. Die Karten kosten 16 Euro. „Da kommt nicht viel rum bei 40 Zuschauern.“ Deshalb wolle man nach den Veranstaltungen auch den Hut herumgehen lassen, um Spenden zu sammeln. „Wir wollen gemeinsam den Künstlern die Möglichkeit bieten zu spielen und dafür zumindest ein Taschengeld zu bekommen“, fügt Schäffer hinzu.

In nur neun Tagen wird das Programm auf die Beine gestellt

Die Leute werden außerdem gebeten, sich einen Stuhl mitzubringen. Getränke müssen sie nicht mitbringen, die können ebenso wie Eis vor Ort gekauft werden.

Das Programm

4. und 5. Juli, 19 Uhr: „Lampenfieber – jetzt mal in echt“, Kabarett-Komödie von und mit Markus Veith

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„Ich bin völlig begeistert von dem hochkarätigen Programm“, freut sich Stefan Streit bereits auf die Veranstaltungen – und darauf, dass der Titel Festspielstadt auch in dieser Krisenzeit mit Leben gefüllt wird.

Karten müssen vorbestellt werden, da aufgrund der Corona-Maßnahmen die Personalien aufgenommen werden. Die Tickets gibt es bei der Tecklenburg Touristik, Markt 7 ( 0 54 82/93 890, E-Mail info@tecklenbiurg-touristik.de). Kinder müssen von Erwachsenen begleitet werden.

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