GAG: Abschied von Jutta Mühge-Klepsch und Maria Brockhaus
Zwei erfahrene Lehrerinnen gehen

Tecklenburg -

Sie zählen zu den Gesichtern des Graf-Adolf-Gymnasiums, die Lehrerinnen Jutta Mühge-Klepsch und Maria Brockhaus. Jetzt sind sie in den Ruhestand verabschiedet worden.

Mittwoch, 24.06.2020, 12:48 Uhr aktualisiert: 24.06.2020, 12:50 Uhr
Jutta Mühge-Klepsch
Jutta Mühge-Klepsch Foto: privat

Zwei sehr erfahrene Lehrerinnen verlassen mit dem Endes des Schuljahrs das Graf-Adolf-Gymnasium. Nach 40 Jahren in Tecklenburg geht Jutta Mühge-Klepsch in den Ruhestand. Maria Brockhaus bringt es auf 39 Jahre Dienstzeit am GAG.

Mit Jutta Mühge-Klepsch verlasse eine Deutsch- und Biologie-Lehrerin ihre Wirkungsstätte, die Generationen Tecklenburger Gymnasiasten eine verständnisvolle und grundlegend arbeitende Lernpartnerin war. In ihrer ruhigen und vermittelnden Art sei sie prädestiniert gewesen, in der Sekundarstufe I durchgehend Klassenleitungsfunktionen und pädagogische Beratungsaufgaben wahrzunehmen. Unzählige Klassenfahrten habe sie organisiert und begleitet.

Intensiv arbeitete sie an Konzepten des Methodenlernens am GAG für das Fach Deutsch. Konzeptionell betreute sie auch den Bereich der Förderung muttersprachlicher Kompetenzen zur Anwendung auf andere Schulfächer und entwickelte ein schulinternes Instrumentarium zur Förderung von Jugendlichen mit Lese-Rechtschreibschwäche und individuellem Förderbedarf.

Ihre Fähigkeit zu sensibler Konfliktlösung habe Jutta Mühge-Klepsch auch innerhalb des Kollegiums zu einer geschätzten Ansprechpartnerin in pädagogischen Fragen und kollegialen Belangen gemacht. Sie war jahrelang Mitglied des Lehrerrats.

Den Unterricht in beiden Fächern anspruchsvoll und strukturiert zu vermitteln und in pädagogischen Belangen gymnasiale Gesichtspunkte im Blick zu behalten, sei stets ihr Anspruch gewesen– immer mit dem Ziel, Innovationen umzusetzen. Besonders das Schulfach Deutsch lag ihr am Herzen, dessen Weiterentwicklung am GAG sie durch kontinuierliche Grundlagenarbeit, interessante Lerninhalte und individuelle Förderkonzepte mit Ideen und Systematik mitgestaltet hat.

Chemie und Erdkunde standen bei Maria Brockhaus auf dem Stundenplan. Mit ihr scheide „eine sehr geschätzte Kollegin und hochkompetente Fachlehrerin aus dem Dienst, aber auch eine Lehrerpersönlichkeit, die in vielen kollegialen, fachlichen und pädagogischen Zusammenhängen maßgeblich mitwirkte“, heißt es in einer Pressemitteilung des Gymnasiums.

Insbesondere ihr Gespür für die heute stärker forschungsorientierte Didaktik der Chemie in der Sekundarstufe I habe sich als grundlegend erwiesen. Kenne man die Geschichte des GAG der vergangenen drei Jahrzehnte, in denen Schülerteams in Chemie und Biochemie immer wieder auch an Wettbewerben teilnahmen, so wisse man, dass viele Wettbewerbsbeiträge von ihren Schülern gewonnen wurden. Maria Brockhaus habe sie häufig dazu gebracht, selbstständig biochemische Fragen zu erforschen. Auf dem Weg des GAG zur MINT-Schule habe dieses konstante naturwissenschaftliche Forschen und Wirken in der Sekundarstufe I Meilensteine gesetzt.

Verbunden gewesen sei für sie die Arbeit in der Schule immer mit Leidenschaft und dem Anspruch, Jugendlichen sicheres Fachwissen und persönliches Wertgefühl zu vermitteln.

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