Schulsekretärin des Graf-Adolf-Gymnasiums
Annette Stille geht nach 43 Jahren in den Ruhestand

Tecklenburg -

Annette Stille, Schulsekretärin am Graf-Adolf-Gymnasium, geht zum 1. Juli nach 43 Jahren in den Ruhestand.

Mittwoch, 24.06.2020, 16:14 Uhr aktualisiert: 25.06.2020, 19:35 Uhr
Annette Stille geht in den Ruhestand.
Annette Stille geht in den Ruhestand. Foto: Lisa Volkamer

Seit 1977 war Annette Stille Schulsekretärin am Graf-Adolf-Gymnasium und dort im Kollegium und über Schülergenerationen hinweg so etwas wie eine Institution. Nach 43 Jahren geht sie nun in den Ruhestand.

Allein managte sie Direktorat und Sekretariat im Herzen des GAG und wusste einfach immer, was wie und wo war in Schulleitungsbürokratie, Aktenablage, Korrespondenzen und in den regulären Abläufen im Jahreszyklus: Vom Schulbeginn nach den Sommerferien und den Neuaufnahmen von Fünftklässlern im Januar bis hin zu Abiturformalien und allgemeinem Zeugnisstress: „Frau Stille“ wusste einfach alles, fand alles und bearbeitete so gut wie alles, heißt es in einem Bericht der Schule.

Ihre Stelle bei der Stadtverwaltung Lengerich tauschte sie gegen die Arbeit am GAG ein, nach einem erfolgreich absolvierten Sekretärinnen-Seminar bei der IHK Münster. 13 Jahre später, in einem Interview für den GAG-Jahresbericht 1989/90, berichtete sie von ihrer Berufspraxis als Schulsekretärin, die ihr „ein breites Sachwissen in allen verwaltungstechnischen und schulrechtlichen Bereichen“ vermittelt habe und sehr vielfältig und interessant sei.

Feste Konstanten ihres Berufsalltags spiegeln kleine und große Anliegen aus der Schulgemeinde wider: „Kann ich mal telefonieren? Mir ist schlecht, meine Mama soll mich abholen!“ – „Ich brauche eine Schulbescheinigung.“ – „Frau Stille, die Aufstellung für den Etat ist doch sicher schon fertig?“ – „Diese Bestellung müsste heute noch zur Post!“

Ihre Hauptaufgaben für die Schulleitung und in der Organisation von Verwaltungsabläufen erledigte Annette Stille selbstbestimmt und stets perfekt. Auch die Umstellung auf digitale Verfahren in den 1990er und 2000er Jahren war für sie kein Problem. Außerdem holte sie auf Nachfrage Aktenschätze und gesuchte Unterlagen aus alten Schränken und dem Schularchiv, von deren Existenz oder Standorten niemand sonst mehr wusste.

In ihrer Dienstzeit erlebte sie viermal einen Wechsel in der Schulleitung. Sie lernte Tausende von Schülerinnen und Schülern in guten und weniger schönen Momenten auch persönlich kennen. Zwar wahrte sie stets eine gewisse Distanz, wusste aber immer, was nötig oder traditionell geboten war oder wie Abhilfe bei Problemen geschaffen werden konnte.

Ihre komplexe Materie einer Schulsekretärin übergibt sie am 1. Juli an ihre Nachfolgerin Britta Fehring, die sie in den vergangenen Wochen in ihre Aufgaben eingeführt hat.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7466069?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F
Nachrichten-Ticker