Geschichts- und Heimatverein
Vortragsreihe beginnt am 11. August

Tecklenburg -

Auch wenn die Hygieneregeln zu beachten sind – beim Geschichts- und Heimatverein Tecklenburg überwiegt die Erleichterung, die Vortragsreihe wieder aufnehmen zu können. Am 11. August geht‘s los mit einem Vortrag von Dr. Florian Lebkücher.

Mittwoch, 15.07.2020, 06:36 Uhr aktualisiert: 15.07.2020, 17:32 Uhr
Dr. Florian Lebkücher
Dr. Florian Lebkücher Foto: privat

Der Arbeitskreis Geschichte im Geschichts- und Heimatverein (GHV) Tecklenburg nimmt seine Vortragsreihe wieder auf. Die Corona-Pandemie hatte dazu geführt, dass der im März geplante Vortrag von Dr. Florian Lebkücher abgesagt werden musste. Für die Fortsetzung seiner Vortragsreihe hat der GHV nach eigenen Angaben ein detailliertes Maßnahmenpaket erarbeitet und von der Stadt genehmigen lassen. Damit könne jeder Teilnehmende die Vorträge besuchen.

Zum Konzept gehört die Maskenpflicht. Besucher werden gebeten, das Eintrittsgeld von sieben Euro abgezählt mitzubringen und beim Betreten des Raumes in das dafür vorgesehene Behältnis zu legen. Dort ist ebenfalls Gelegenheit zur Desinfektion der Hände. In ein Formular müssen die Kontaktdaten eintragen werden. Diese Formulare werden drei Wochen später vernichtet, schreibt der GHV. Im Raum sind die Stühle im Abstand von 1,50 Meter platziert mit einem Abstand von drei Metern zum Referenten.

Die nächsten Vortragsveranstaltungen des GHV finden nicht im evangelischen Gemeindehaus, sondern im Kulturhaus am Meesenhof statt. Das Foyer dort bietet genügend Raum zur Einhaltung der Abstandsregeln und kann sehr gut belüftet werden.

Auf dieser Basis hofft der GHV auf möglichst viele Zuhörer beim Vortrag von Florian Lebkücher am Dienstag, 11. August, um 19.30 Uhr. Der Referent stammt aus Lienen und ist Richter in Münster. Er wird über die Justizreform von 1613 als Element des Ausbaus der Landesherrschaft der Grafschaft Tecklenburg sprechen.

Der Referent teilt dazu im Einzelnen mit: „Im Jahr 1613 wurde das Justizwesen in Tecklenburg reformiert. Der Vortrag beleuchtet die Hintergründe der Reform und erläutert einige Regelungen anhand ausgewählter Beispiele. Dabei geht es insbesondere darum, dass neue Rechtsgedanken rezipiert und die dahinter stehenden Normen umgesetzt werden mussten. Der Anstoß zu den Reformen verweist auf den Zusammenhang der sich entwickelnden frühneuzeitlichen Staatlichkeit.

Der Vortrag skizziert, wie hergebrachtes Recht mit neuen Inhalten gefüllt und überwölbt wurde und greift gelegentlich Parallelen zum heute geltenden Recht auf. Außerdem geht es um einige entscheidende Faktoren auf dem Weg zur Ausprägung der territorialen Landesherrschaft und der Rolle der Justizreform auf diesem Weg in der alten Grafschaft Tecklenburg.“

Der GHV weist zudem auf den neuen Termin für den Vortrag von Sebastian Schröder hin. Dieser wird am 1. September über den Herrschaftswechsel am Anfang des 18. Jahrhunderts sprechen, als die Grafschaft Tecklenburg zu Preußen kam.

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