Corona macht dem Tourismus zu schaffen
Dickes Minus bei Übernachtungszahlen

Tecklenburger land -

Die Zahl der Gästeankünfte ist in Tecklenburg gegenüber dem Mai 2019 von 4820 auf 1871 gesunken. Das ist ein Minus von 61,2 Prozent. Grund sind die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie.

Samstag, 18.07.2020, 11:20 Uhr aktualisiert: 19.07.2020, 14:32 Uhr
Der Marktplatz in Tecklenburg: Das Städtchen hat wegen Corona deutlich weniger Touristen angelockt.
Der Marktplatz in Tecklenburg: Das Städtchen hat wegen Corona deutlich weniger Touristen angelockt. Foto: Ruth Jacobus

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie machte dem NRW-Tourismus auch im Mai 2020 schwer zu schaffen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Zahl der Übernachtungen mit 1,2 Millionen um 73,4 Prozent niedriger als im Mai 2019. Die Gästezahl ging um 82,6 Prozent auf 388 116 zurück. Von Januar bis Mai 2020 besuchten rund 4,6 Millionen Gäste die Beherbergungsbetriebe und Campingplätze in Nordrhein-Westfalen. Das waren 51,2 Prozent weniger Besucher als in den ersten fünf Monaten des Vorjahres.

Auch vor Tecklenburg machte diese Entwicklung nicht halt. Zunächst einmal hatten im Mai von den 18 Beherbergungsbetrieben (mit mindestens zehn Betten, kleinere werden nicht erfasst) nur 14 geöffnet. Von insgesamt 783 Betten wurden 518 angeboten sowie 590 Camping-Stellplätze.

Die Zahl der Gästeankünfte ist gegenüber dem Mai 2019 von 4820 auf 1871 gesunken. Das ist ein Minus von 61,2 Prozent. Davon kamen 28 Gäste aus dem Ausland (Vorjahr: 561), also 95 Prozent weniger.

Die Zahl der Übernachtungen ging von 14 654 auf 8548 zurück (minus 41,7 Prozent). Davon waren 470 Übernachtungen von Gäste aus dem Ausland (minus 59,8 Prozent).

Längere Aufenthaltsdauer

Deutlich zugenommen hat die durchschnittliche Aufenthaltsdauer. Lag sie im Mai 2019 noch bei drei Tagen, blieben die Gäste jetzt 4,6 Tage, Besucher aus dem Ausland sogar 16,8 Tage.

In Lengerich (sieben von neun Betrieben geöffnet, 171 Betten und 50 Camping-Stellplätze) ging die Zahl der Gäste von 1017 auf 489 zurück (minus 51,9 Prozent) und die Zahl der Übernachtungen von 1939 auf 1433 (minus 26,1 Prozent). Die durchschnittliche Verweildauer ist von 1,9 auf 2,9 Tage gestiegen.

Ladbergen (sieben von acht Betrieben geöffnet, 130 Betten und 200 Camping-Stellplätze) verbuchte bei den Gästeankünften ein Minus von 49,7 Prozent (von 1354 auf 681). 1660 statt 1982 Übernachtungen wurden gebucht. Das sind 16,2 Prozent weniger als im Mai 2019.

In Lienen (fünf von sechs Betrieben geöffnet, 81 Betten und 60 Camping-Stellplätze) gab es 390 Gästeankünfte (Vorjahr: 787), also 50,4 Prozent weniger. Die Zahl der Übernachtungen sank von 2938 auf 1624 (minus 44,7 Prozent). Die Verweildauer lag bei 4,2 Tagen (Mai 2019: 3,7 Tage).

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