Jugendfeuerwehr vermittelt die ersten Grundbegriffe der Brandbekämpfung
Wechsel in die aktive Wehr ist das Ziel

Tecklenburg -

Gleich in mehreren Dingen sind sich Lukas Kalthoff und Kim Blom einig: Das Mitmachen in der Jugendfeuerwehr macht Spaß und beide streben den Übergang in die aktive Wehr an, sobald sie das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Mittwoch, 22.07.2020, 05:59 Uhr aktualisiert: 22.07.2020, 16:54 Uhr
Mit dem Schlauch ein angenommenes Ziel treffen. Eine Übung, die insbesondere in den Sommermonaten bei den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr gut ankommt.
Mit dem Schlauch ein angenommenes Ziel treffen. Eine Übung, die insbesondere in den Sommermonaten bei den Mitgliedern der Jugendfeuerwehr gut ankommt. Foto: Feuerwehr

„Retten, löschen, schützen, bergen“ lautet das Motto der Feuerwehr . Was sich hinter diesen vier Worten verbirgt, wie die Feuerwehr entstanden ist und wie sie heute aufgestellt ist, zeigen wir in einer Serie am Beispiel der Freiwilligen Feuerwehr Tecklenburg. Heute: die Jugendfeuerwehr.

Ob es bei der Kommunalwahl am 13. September ein ähnliches Erlebnis geben wird? Lukas Kalthoff ist vor fünf Jahren auf ungewöhnlichem Weg zur Jugendfeuerwehr gekommen. „Meine Eltern sind zur Wahl gegangen und haben mir erzählt, dass vor dem Wahllokal die Feuerwehr Werbung in eigener Sache macht“, berichtet der Brochterbecker. Damit er ein Bild davon erhält, sind die Eltern mit ihrem Filius noch mal zum Wahllokal gegangen. „Es hat mich sofort angesprochen“, sagt Lukas Kalthoff. Die Begeisterung in seiner Stimme ist nicht zu überhören.

Er ist – natürlich – immer noch dabei. So wie auch Kim Blom aus Ledde. Auch wenn ihr Vater in der aktiven Feuerwehr ist, „den Anstoß dazu haben meine Eltern nicht gegeben“, blickt sie zurück. Dafür vielleicht der große Bruder, der schon in der Jugendfeuerwehr war, und eine Freundin, ebenfalls schon in der Nachwuchstruppe aktiv.

Akzeptanzprobleme in ihrem Freundeskreis kennt sie nicht. Auch wenn von denen kaum einer bei der Jugendfeuerwehr mitmacht, „die meisten finden es eher interessant, was wir da so machen“. Das sind, aus Sicht von Kim Blom, insbesondere die praktischen Übungen. „Da lernt man immer was Neues dazu“, freut sie sich auf die Gruppentreffen, die alle 14 Tage stattfinden.

Freunde sehen, gerade die, die man außerhalb der Jugendfeuerwehr sonst nicht häufig sieht, nennt die Ledderanerin als weiteren Grund, warum es ihr Spaß macht. Lukas Kalthoff tut sich schwer, etwas herauszuheben. „Mir machen alle Treffen sehr viel Spaß“, teilt er nach langem Überlegen mit. Etwas herausheben möchte er nicht.

Mit 18 Jahren könnten die beiden in die aktive Wehr wechseln. Einen Schritt, den sie – unabhängig vom Schulabschluss – auch gehen wollen. Die Grundlagen dafür werden ihnen schon jetzt vermittelt. Während in der Kinderfeuerwehr auf spielerischem Weg den Mädchen und Jungen die Grundbegriffe des Feuerwehrwesens vermittelt werden, ist es für die Jugendlichen schon sehr nah an der Grundausbildung. Diese müssten Kim Blom und Lukas Kalthoff nach ihrem Wechsel in die aktive Wehr absolvieren.

Doch das ist nur ein kleiner Aspekt der Arbeit in den Jugendfeuerwehren. Der Feuerwehrverband spricht von einem Hobby, das so vielseitig sei wie kaum ein anderes. Sportliche Aktivitäten, Freizeitfahrten und Zeltlager werden angeboten und – nicht nur bei diesen Aktivitäten – Werte wie Teamwork und Gemeinschaft sowie Zuverlässigkeit und Disziplin vermittelt.

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