„Digital-Pakt Schule“: Zusatzvereinbarung beschert Tecklenburg Geld
Über 120 000 Euro für die Schulen

Tecklenburg -

Damit Lehrer und Schüler in einer digitalisierten Welt erfolgreich arbeiten können, stellen nun Bund und Land viel Geld zur Verfügung. Insgesamt fließen 124 170,30 Euro aus zwei neuen Fördertöpfen nach Tecklenburg.

Donnerstag, 06.08.2020, 20:28 Uhr aktualisiert: 07.08.2020, 16:23 Uhr
So sahen viele Arbeitstische der Schüler in Corona-Zeiten aus. Damit alle Schüler über ein digitales Endgerät verfügen können, haben Bund und Land viel Geld in die Hand genommen.
So sahen viele Arbeitstische der Schüler in Corona-Zeiten aus. Damit alle Schüler über ein digitales Endgerät verfügen können, haben Bund und Land viel Geld in die Hand genommen. Foto: Laurentianum

Die Corona-Krise hat es offenbart: Die Schüler sind zu Hause unterschiedlich ausgestattet mit Laptops und Tablets. Manche besitzen aus finanziellen Gründen überhaupt kein digitales Endgerät. Damit Lehrer und Schüler in einer digitalisierten Welt erfolgreich arbeiten können, stellen nun Bund und Land viel Geld zur Verfügung. Insgesamt fließen 124 170,30 Euro aus zwei neuen Fördertöpfen nach Tecklenburg. Es handelt sich um Zusatzvereinbarungen aus dem „Digital-Pakt Schule“. Schulträger können die Mittel bei er Bezirksregierung beantragen. Die damit erworbenen Endgeräte (Laptops, Notebooks und Tablets) werden den Schülern und Lehrern leihweise zur Nutzung zu Hause zur Verfügung gestellt.

Nutzung zu Hause

In Corona-Zeiten musste oft improvisiert werden. Nun will die Landesregierung sicherstellen, dass künftig möglichst alle Schüler am Unterricht auf Distanz teilnehmen können. Die Leihgeräte sind für diejenigen gedacht, die aufgrund der finanziellen Verhältnisse im Elternhaus bislang nicht auf solche Endgeräte zugreifen können, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums für Schule und Bildung.

63 170,30 Euro werden für die Schüler zur Verfügung gestellt. Die Endgeräte werden mit einem Höchstbetrag von 500 Euro gefördert. Die Richtlinie tritt rückwirkend zum 16. März in Kraft, dem Tag des Lockdowns in den Schulen. Alle digitalen Endgeräte, die danach für Schüler angeschafft worden sind, können über dieses Förderprogramm abgerechnet werden. Der Bund und das Land finanzieren 90 Prozent der Kosten, den Rest muss der Schulträger übernehmen.

Um auch die in Tecklenburg arbeitenden Lehrer mit digitalen dienstlichen Endgeräten auszustatten, gibt es vom Land Nordrhein-Westfalen 61 000 Euro. Landesweit stehen 103 Millionen Euro zur Verfügung. Auch hier gilt: Die Geräte werden mit höchsten 500 Euro pro Stück gefördert. Sie verbleiben im Besitz der Schulträger und werden den Lehrkräften für die Dauer ihres Dienstes zur Verfügung gestellt.

Die Gelder aus den beiden Ausstattungsprogrammen „sind von den Schulträgern möglichst bis zum 31. Dezember 2020 vollständig abzurufen“, heißt es beim Landesministerium.

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