Mitgliederversammlung des Geschichts- und Heimatvereins
Viel Arbeit am „Haus im Grund“

Tecklenburg -

670 Arbeitsstunden wurden bereits i neuen Heimathaus des Geschichts- und Heimatvereins geleistet. Der Fortschritt der Maßnahmen war ein Thema bei der Jahreshauptversammlung.

Montag, 31.08.2020, 21:46 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 16:58 Uhr
Der neue Vorstand des Geschichts- und Heimatvereins Tecklenburg mit Bürgermeister Stefan Streit (rechts) und dem Vorsitzenden Frank Bosse (5. von rechts).
Der neue Vorstand des Geschichts- und Heimatvereins Tecklenburg mit Bürgermeister Stefan Streit (rechts) und dem Vorsitzenden Frank Bosse (5. von rechts). Foto: GHV

Die Renovierung des neuen Heimathauses hat im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung des Geschichts- und Heimatvereins (GHV) gestanden. Inzwischen wurden 670 Ar­beitsstunden in und rund um das historische Gebäude geleistet.

Ursprünglich war die Versammlung im März vorgesehen. Wegen Corona musste sie verschoben werden. Von den inzwischen 241 Mitgliedern (Zuwachs um sieben) waren 53 der Einladung gefolgt, heißt es in einem Bericht des Vereins.

Der Vorsitzende Frank Bosse verwies in seinem Bericht auf vielfältige Aktivitäten im 98. Jahr des Bestehens des Vereins wie Ausstellungen, Vorträge, Tag des offenen Denkmals, Schriftenreihe und mehr. Erfreulich sei, dass die Arbeit in den Gruppen wieder aufgenommen werden konnte und somit der Verein als Kulturträger seine Veranstaltungen wie Geschichtsvorträge, Kreativkreis, Wandern und Radfahren wieder anbieten kann.

Abgestimmt wurde über einen passenden Namen für die im Oktober 2019 erworbene Immobilie. Die Mehrheit der Mitglieder votierte für den Namen „Haus Im Grund“, eine Bezeichnung, die sich über die historische Lage im Zentrum der denkmalgeschützten Innenstadt Tecklenburgs definiert. Ganz bewusst ist dieser Name ohne Eingrenzung auf den Heimatgedanken gewählt, geht es doch gemäß dem Nutzungskonzept darum, dass eine Vereins- und Begegnungsstätte der verschiedenen Bevölkerungsschichten und Gruppen als integrations- und identitätsstiftendes Element des aktiven Gemeindelebens entsteht. Alle Bürger, Vereine, Gruppen und Gemeinschaften sollen dort einen Ort der Begegnung finden.

Ein Ort der Begegnung

Über die Aktivitäten beim Umbau des Hauses in ein Gemeinschaftshaus des GHV berichtete der Koordinator der Arbeitseinsätze, Kurt Felgenhauer . Er verwies auf eine tatkräftige Truppe von Helferinnen und Helfern, die „nicht nur einreißen und kaputtmachen, sondern auch aufbauen kann“. Weitere Vereinsmitglieder sorgen sich zudem regelmäßig um das leibliche Wohl des Bautrupps. Im Wesentlichen ging es in den ersten Monaten um Entkern- und Rückbaumaßnahmen. Sie umfassten unter anderem die Holzvertäfelung, Wand- und Bodenfliesen, den Fußboden sowie die Wandisolierung im Erdgeschoß. Zwischendurch haben sich einige der Mitstreiter um den Garten gekümmert, ein Hochbeet gebaut, Kartoffeln gelegt und Bienenfutter gesät. Die erste Ernte ist eingefahren. Bei 16 Einsätzen wurden inzwischen 670 Arbeitsstunden geleistet.

Ein Schatz wurde noch nicht gefunden. Aber Besonderheiten wie der Fund eines Knickers aus Ton, mit dem wohl früher einmal auf dem Markt gespielt wurde, oder der eines geheimnisvollen Ziegels mit dem Abdruck einer Hundepfote belebten die Fantasie. Es gibt noch viel zu tun. Felgenhauer appellierte an die Mitglieder des GHV, weiterhin zu werben und sich vor Ort ein Bild zu machen. Schön wäre es, wenn sich viele Bürgerinnen und Bürger für dieses Gemeinschaftsprojekt interessierten und wenn möglich auch mit anpackten. Jeder ist willkommen, ob als Aktiver oder Gast, so der Koordinator. Informationen über alle bisherigen und folgenden Arbeitseinsätze gibt es auf der Homepage des GHV (www.ghvtecklenburg.de/haus-im-grund/wir-packen‘s an).

Im Anschluss dankte der Vorsitzende der stellvertretenden Vorsitzenden Edda Strohmenger (seit 2011) und der Schriftführerin Brigitte Giezen-Anders (seit 2013) für die langjährige Unterstützung und für interessante Tages- und Halbtagestouren.

Die Versammlung war aufgerufen, einen neuen Vorstand zu wählen. Frank Bosse erklärte sich mit Hinweis auf die fortlaufenden Arbeiten am Haus Im Grund und auf die Absicht, einen gleitenden Übergang ohne Brüche auf einen neuen Vorsitzenden zu gewährleisten bereit, erneut für den Vorsitz zu kandidieren. Unter der Leitung von Dr. Johan Altmann wurde der neue Vorstand mit Frank Bosse an der Spitze, Kurt Felgenhauer als stellvertretendem Vorsitzenden, Manfred Middendorf als Schriftführer und Stelios Katsarou als Schatzmeister einstimmig gewählt. Als Beisitzer und damit Mitglieder des erweiterten Vorstands wurden Daniel Bardelmeyer, Meike Beßmann-Bosse, Björn Hollenberg, Edda Strohmenger und Brigitte Giezen-Anders berufen.

Der Bürgermeister dankte dem bisherigen Vorsitzenden mit einem Präsent für die geleistete Arbeit und gratulierte dem neuen stellvertretenden Vorsitzenden mit einem Präsent. Der neue Vorstand hofft und freut sich darauf, die nächste Mitgliederversammlung im März 2021 im gewohnten Rahmen mit Kaffee und Weggenessen abhalten zu können.

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