RVM erweitert Buslinie R 45
ÖPNV als echte Alternative zum Auto

Tecklenburg-Brochterbeck -

Vom Auto auf den Bus umzusteigen, das soll attraktiver werden. Ein Schritt dorthin ist die Ausweitung der Buslinie R45.

Montag, 31.08.2020, 19:18 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 16:58 Uhr
Stefan Streit, Wilhelm Möhrke, Dr. Martin Sommer, Michael Klüppels und Dr. Marc Schrameyer (von links)
Stefan Streit, Wilhelm Möhrke, Dr. Martin Sommer, Michael Klüppels und Dr. Marc Schrameyer (von links) Foto: Ruth Jacobus

Für Bürgermeister Stefan Streit ist es eine tolle Bereicherung: Die Buslinie R 45, die Tecklenburg mit Lengerich und Ibbenbüren stündlich verbindet, ist erweitert worden. Jeweils um 21.39 Uhr fahren Busse aus Ibbenbüren und Lengerich los. Zudem gibt es samstags ab Ibbenbüren um 16.39 und 18.39 Uhr und ab Lengerich um 15.39 und um 19.39 Uhr zusätzliche Fahrten. „Dadurch können die Tecklenburger und Touristen auch später abends noch mit dem ÖPNV klimafreundlich fahren“, freute sich Laura Backhaus, Klimaschutzmanagerin der Stadt Tecklenburg, bei der Präsentation, die an der erneuerten Haltestelle an der katholischen Kirche in Brochterbeck stattfand.

Anlass genug, auch die Bürgermeister der benachbarten Städte zum Pressetermin einzuladen. Wilhelm Möhrke (Lengerich) und Dr. Marc Schrameyer (Ibbenbüren) sowie der kommissarische Landrat Dr. Martin Sommer waren angereist, um so die Bedeutung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu dokumentieren.

Dadurch können die Tecklenburger und Touristen auch später abends noch mit dem ÖPNV klimafreundlich fahren.

Laura Backhaus, Klimaschutzmanagerin

Was sonst immer beschworen werde, sei nun zu einem konkreten Projekt geworden, betonte Sommer. „Eine Stärkung des ÖPNV bedeutet Klimaschutz.“ Das zu fördern, ist für ihn keine Frage. Aber: „Es muss finanzierbar bleiben und wirtschaftlich vertretbar sein.“

Wirtschaftlich vertretbar? Dazu gehört auch eine bessere Auslastung der Busse. Da seien Riesenbusse unterwegs mit zwei oder drei Fahrgästen, so die Beobachtung von Wilhelm Möhrke, der vor allem die zahlreichen verschiedenen Tarife kritisierte. „Da blickt keiner mehr durch.“ Das sei sehr kompliziert, vor allem für ältere Leute, stimmte ihm Sommer zu.

Marc Schrameyer forderte dazu auf, den ÖPNV zu einer richtigen Alternative zu entwickeln. „So lange Busfahrten teuer sind als die mit dem Auto, können wir daran schrauben, soviel wir wollen.“ Er sprach sich für einen günstigen Einheitspreis für alle aus. „Wenn wir da landen, ist alles richtig.“

Es gebe bereits viele günstige Angebote. „Wir haben eine breite Palette“, erläuterte Michael Klüppels, Leiter RVM-Verkehrsmanagement. Es gebe eine Vielzahl an Schnellbussen und eine hohe Nachfrage. Was ertüchtigt werden müsse, seien die Tagesrandlagen. Bedeutsam für die RVM sind auch die Fahrten, die samstags und sonntags angeboten werden. „Es sind heute schon rund 70 Prozent der Fahrgäste, die aus Freizeitgründen mit dem Bus unterwegs sind“, betonte Klüppels. „Das ist hier eine sehr attraktive Region“, fügte er hinzu.

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