FDP besichtigt Biogasanlage in Ledde
37 Haushalte werden bereits mit Wärme versorgt

Tecklenburg-Ledde -

Interessante Fakten bekamen die Teilnehmer einer Besichtigung der Biogasanlage zu hören. Die FDP hatte dazu eingeladen.

Mittwoch, 02.09.2020, 18:17 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 17:53 Uhr
Der Besichtigungstermin an der Biogasanlage lockte viele Interessierte an. Sie erfuhren unter anderem, dass keine übel riechenden Emissionen verursacht werden.
Der Besichtigungstermin an der Biogasanlage lockte viele Interessierte an. Sie erfuhren unter anderem, dass keine übel riechenden Emissionen verursacht werden. Foto: FDP

Nur Mais war gestern: Biogas entsteht zum größten Teil aus Gülle, Mist, Grassilage und Mais und erzeugt nicht nur bedarfsgerecht und flexibel Strom, sondern gleichzeitig auch Wärme, die in einem Nahwärmenetz zum Heizen von Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden oder Schwimmbädern genutzt werden kann. Die FDP hatte zur Besichtigung der Biogasanlage von Friedel Wilde eingeladen. Die Besucher erfuhren interessante Fakten, heißt es in einem Bericht der Liberalen.

In Ledde werden bereits 37 Haushalte mit Wärme der Biogasanlage versorgt und dadurch knapp 200 000 Liter Heizöl eingespart, erläuterte Wilde und berichtete, dass neben der benötigten Wärme so viel Strom erzeugt werde, dass alle Haushalte von Ledde autark versorgt werden könnten. Das ist wichtig für den Klimaschutz, da fossile Energieträger ersetzt und somit fossile CO -Emissionen eingespart werden.

Wichtig für den Klimaschutz

Friedel Wilde, Geschäftsführer der Bioenergie Tecklenburg, und Isabelle Grudda, Referentin des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW, berichteten ausführlich über die aktuelle Situation der Bioenergie und standen Rede und Antwort. Dabei wurde auch der Mythos ausgeräumt, dass Biogasanlagen übelriechende Emissionen verursachen. Die Anlagen würden sogar dafür sorgen, dass die Felder bei der Ausbringung von Düngemittel nicht mehr nach Gülle stinken. Denn wenn Gülle zuvor in Biogasanlagen vergoren werde, würden alle potenziell stinkenden und klimaschädlichen Gase aufgefangen, als Biogas verwertet und dadurch Treibhausgasemissionen eingespart. Das daraus resultierende Gärprodukt sei hochwertiger Dünger und annähernd geruchslos. Gleichzeitig seien die Nährstoffe noch besser verfügbar für Pflanzen, berichtet Friedel Wilde. Darüber hinaus würden teure und energieintensiv erzeugte Mineraldünger eingespart. Das schone Mensch und Natur.

Neben Gülle und Mist könnten in der Landwirtschaft auch Pflanzenabfälle anfallen, die nicht oder nicht mehr als Lebens- oder Futtermittel geeignet sind, zum Beispiel mit Mutterkorn kontaminierte Getreidechargen, Zwischenfrüchte oder auch mehrjährige Blühpflanzen. Diese könnten problemlos als Substrat in die Biogasanlage eingesetzt werden, und das vormals unbrauchbare Material so zur Energieerzeugung verwendet werden.

Außerdem verdeutlichte Isabelle Grudda, dass Biogasanlagen neben Klimaschutz auch einen Beitrag zur Steigerung der Biodiversität leisten könnten.

Die Freien Demokraten waren sich laut Pressebericht abschließend einig, dass Biogasanlagen nachhaltig arbeiten und ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz seien.

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