Über 100 Aktivisten demonstrieren bei Streik in Tecklenburg
„Klima ist ein wichtiges Thema“

Tecklenburg -

Über 100 Menschen aus allen Altersgruppen haben am Klima-Streik in Tecklenburg teilgenommen. Es gehe darum, darauf aufmerksam zu machen, dass die Klimakrise Umwelt und Menschheit bedrohe. Trotz diesen Wissens gebe es keine von Seiten der Politik „keine konkreten oder effektiven Lösungsansätze“, so die Organisatoren.

Freitag, 25.09.2020, 18:01 Uhr
Über 100 Menschen haben sich am Freitag am Klimastreik und anschließendem lautstarken Demonstrationszug durch die Altstadt beteiligt, zu dem die Ortsgruppe Tecklenburg von fridays for future aufgerufen hatte.
Über 100 Menschen haben sich am Freitag am Klimastreik und anschließendem lautstarken Demonstrationszug durch die Altstadt beteiligt, zu dem die Ortsgruppe Tecklenburg von fridays for future aufgerufen hatte. Foto: Erhard Kurlemann

„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“ – mit Sprechchören wie diesen sind am Freitag mehr als 100 Menschen durch die historische Altstadt in Tecklenburg gezogen. Die Ortsgruppe fridays for future Tecklenburg hatte zum Klimastreik aufgerufen – und war mit der Resonanz mehr als zufrieden, wie Patrick Hövels , neben Marleen Mügge und Antonia Brinkmann einer der Organisatoren, erfreut feststellte. „Wir sind froh, über jeden, der kommt und sich für ein wichtiges Thema engagiert“.

In kleinen Redegruppen tauschten die Teilnehmer ihre Meinungen zu besonderen Themen aus.

In kleinen Redegruppen tauschten die Teilnehmer ihre Meinungen zu besonderen Themen aus.

Marleen Mügge stellte das Grundanliegen des Klimastreiks vor, zu dem es am Freitag Aktionen in vielen Städten und Gemeinden weltweit gab. Auch die fridays-for-future-Bewegung habe aus der Corona-Krise viel lernen können. „Wir haben alle gesehen, dass diese Krise sehr schnell und vielfach erfolgreich angegangen wurde. Es wurden national und global Maßnahmen ergriffen, mehr oder weniger ohne groß wirtschaftliche Nachteile zu beklagen.“ Es sei viel Geld in die Hand genommen worden, um Menschen in der Krise zu helfen. „Die Krise wird und wurde als Krise gesehen.“

In Sachen Klimakrise sei das anders: „Warum reden alle immer um den heißen Brei, obwohl es um eine sich erhitzende Welt geht?“, fragte Marleen Mügge unter dem Beifall des Publikums. Die Klimakrise als Bedrohung für die Umwelt und die gesamte Menschheit sei schon seit Jahren bekannt. „Warum gibt es noch keine konkreten oder effektiven Lösungsansätze?“ Laute Aktionen seien solange notwendig, wie die Forderungen noch kein Gehör gefunden hätten.

In einem Brief an Bürgermeister Stefan Streit warben die Organisatoren für Umwelt- und Klimaschutz vor Ort. Mülleimer mit Trennvorrichtung lautete eine ihrer Forderungen oder die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

Marleen Mügge aus dem Organisationsteam erläutert die Forderungen der Aktionsgruppe

Marleen Mügge aus dem Organisationsteam erläutert die Forderungen der Aktionsgruppe

Laura Backhaus, städtische Klimaschutzmanagerin, nahm den Brief entgegen. Sie betonte, viele der Forderungen könne sie vorbehaltlos unterstützen. Das Klimaschutzkonzept der Stadt werde stetig weiter entwickelt. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagte sie und hob hervor, dass der Fahrplan der Linie R 45 erweitert worden sei. Manches gehe nicht ohne politische Entscheidungen, die vorbereitet werden müssten. „Ich dränge immer darauf, dass etwas möglichst schnell geht“.

Antonia Brinkmann und Patrick Hövels aus dem Organisationsteam lesen einen offenen Brief an Bürgermeister Stefan Streit vor. Er enthält Forderungen, was vor Ort zum Klimaschutz umgesetzt werden kann, rechts Laura Backhaus, Klimaschutzmanagerin der Stadt Tecklenburg

Antonia Brinkmann und Patrick Hövels aus dem Organisationsteam lesen einen offenen Brief an Bürgermeister Stefan Streit vor. Er enthält Forderungen, was vor Ort zum Klimaschutz umgesetzt werden kann, rechts Laura Backhaus, Klimaschutzmanagerin der Stadt Tecklenburg

An einem kleinen Tischchen wurden die Kontaktdaten der Teilnehmer gesammelt. Die Organisatoren erinnerten mehrfach an Maskenpflicht und Abstandsregeln. „Das war Vorgabe für die Genehmigung“, sagte Patrick Hövels. Marleen Mügge rief die Aktivisten auf, während der Veranstaltung „nett zueinander“ zu sein. Einige Polizisten und ein Vertreter des Ordnungsamtes beobachteten den Verlauf. Lebhafter Beifall am Ende bescheinigte dem Trio und den Helfern, eine gute Idee gelungen umgesetzt zu haben.

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