Pläne für Seniorenzentrum in Leeden präsentiert
Baubeginn im nächsten Herbst?

Tecklenburg-Leeden -

In einem Jahr könnte es losgehen mit dem Bau eines Seniorenzentrums auf dem Gelände von St. Hedwig. Detaillierte Informationen gab es dazu auf Einladung der Interessengemeinschaft.

Dienstag, 29.09.2020, 21:42 Uhr aktualisiert: 30.09.2020, 16:02 Uhr
Gunnar Sander präsentierte auf Einladung der IG die Pläne für das Seniorenzentrum
Gunnar Sander präsentierte auf Einladung der IG die Pläne für das Seniorenzentrum Foto: IG Leeden

Die katholische Kirche verkauft ihr Grundstück an der Elbinger Straße. Dort, wo jetzt noch das Gotteshaus St. Hedwig steht, will die Sander Pflege GmbH ein Seniorenzentrum inklusive Kapelle errichten. Diese Pläne sind vor gut vier Wochen zum ersten Mal präsentiert worden (wir berichteten ausführlich). Nun hatte die Interessengemeinschaft (IG) Leeden zu einer Info-Veranstaltung in den Saal Antrup eingeladen, damit das Vorhaben einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden konnte.

Der IG-Vorsitzende Gerhard Wellemeyer begrüßte neben zahlreichen Interessierten den Geschäftsführer der Sander Pflege GmbH, Gunnar Sander, und dessen Architekten Ingo Meyer .

Der Wunsch nach einer Seniorenwohnanlage sei bei einer IG-Versammlung aller Leedener Vereinsvorsitzenden im Mai 2019, im Altherren-Club und bei der Ortsbegehung im Rahmen des Isek-Verfahrens geäußert worden, so Wilfried Brönstrup als Koordinator des Projektes. Aus seiner früheren Tätigkeit sei ihm bekannt gewesen, dass ein Teil des Kirchengrundstücks St. Hedwig laut Bebauungsplan auch für eine gewerbliche Nutzung in Frage komme. Er habe deshalb Kontakt zu Gunnar Sander aufgenommen.

Die Entscheidung ist insgesamt nicht leicht gefallen.

Franz-Josef Konermann, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes

Brönstrup wies ausdrücklich darauf hin, dass es keinesfalls sein Ziel gewesen sei, das Kirchengebäude St. Hedwig anzutasten, heißt es in einem Bericht der IG. Allerdings stellte sich nach einer ersten Grobplanung herausgestellt, dass der Baukörper der neuen Wohnanlage sehr dicht an die Kirche St. Hedwig gekommen wäre. Sander habe deshalb vorgeschlagen, als Ersatz einen Andachtsraum in den Baukörper zu integrieren.

Franz-Josef Konermann vom Vorstand der katholischen Kirchengemeinde berichtete kurz über den Ablauf der Gespräche in den Gremien der Kirchengemeinde. Schon rechtzeitig seien die Gremien vertraulich mit eingebunden worden. Die Entscheidung sei insgesamt nicht leicht gefallen.

Ausführlich stellten Gunnar Sander und Ingo Meyer die Pläne für das neue Seniorenzentrum Leeden vor. Auf dem insgesamt 3608 Quadratmeter großen Grundstück sollen in einem Baukörper 14 Wohnungen zwischen 55 und 69 Quadratmetern Größe geschaffen werden. Im zweiten Baukörper sind 20 Pflege-Wohngruppenplätze in zwei Gruppen vorgesehen. Dort wird eine von außen zugängliche Kapelle geschaffen, an die sich ein Multifunktionsraum anschließt, der durch eine Faltwand getrennt ist. Dieser soll auch anderen Gruppen und Vereinen in Leeden für Treffen und Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Im Pflegewohnbereich sollen 20 Ein-Zimmer-Appartements mit Bad eingerichtet werden. Es gibt Wohnzimmer und Küche als Gemeinschaftsräume. Es wird eine 24-Stunden-Pflege und Betreuung geben. Für den Bereich der Seniorenwohnungen gibt es Miet- oder Kaufoptionen. Sicherheit wird durch eine 24-Stunden-Notfallbereitschaft gewährleistet. Rund 25 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Außerdem soll in Leeden ein Standort für einen ambulanten Pflegedienst eingerichtet werden.

Sander machte deutlich, dass alle Pläne unter dem Vorbehalt der notwendigen Änderung des Bebauungsplans und der Abstimmung mit den zuständigen Baubehörden stehen. Die Bauzeit wird rund 15 Monate betragen. Als Baubeginn ist der Herbst 2021 vorgesehen. Bis drei Monate vorher kann die Kirche St. Hedwig noch genutzt werden. In dieser Zeit sollte auf Anregung von Michael Reiffenschneider noch das 60-jährige Bestehen der Kirche gefeiert werden.

Ausdrücklich lud Sander die Leedener – insbesondere die Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde – ein, aktiv bei der Gestaltung der Kapelle mitzuwirken. So weit möglich sollen Motive der alten Kirche St. Hedwig mit eingebaut werden.

 

Die aktuellen Pläne werden auch in einer Online-Präsentation vorgestellt. Wer daran Interesse hat, kann sich per Mail anmelden (info@sander-pflege.de).

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