Gesamtschüler erfolgreich bei „The big challenge“
Leon und Lotta landen weit vorne

Tecklenburg -

Englische Filme, englische Musik, englische Literatur: Leon Harms und Lotta Finnsdóttir Reiher mögen diese Sprache – und beherrschen sie hervorragend. Nicht umsonst sind sie im Wettbewerb „The big challenge“ ganz weit vorne gelandet.

Montag, 05.10.2020, 22:49 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 17:12 Uhr
Jeyagumaar Pirashanthan überreicht Lotta das Zertifikat. Damit hat sie ihren Erfolg schwarz auf weiß.
Jeyagumaar Pirashanthan überreicht Lotta das Zertifikat. Damit hat sie ihren Erfolg schwarz auf weiß. Foto: Ruth Jacobus

Auf diesen Erfolg ist die Gesamtschule zu Recht stolz: Leon Harms und Lotta Finnsdóttir Reiher gehören, wenn es um die englische Sprache geht, zur Elite. Beim bundesweiten Wettbewerb „The big challenge“ belegten sie auf Landesebene den dritten und den vierten Platz – in der Punktezahl nur minimal voneinander getrennt. Bundesweit landeten sie auf dem 17. beziehungsweise 22. Platz. Über 260 000 Schüler beteiligen sich Jahr für Jahr.

Leon und Lotta besuchen die Klasse 8b der Gesamtschule am Standort Tecklenburg. Dort überreichte ihr gestern ihr Englischlehrer Jeyagumaar Pirashanthan die Urkunde. Leon fehlte leider an diesem Tag. Leon spreche immer Englisch, wenn es möglich sei. Zum Beispiel auch in den Pausen oder er verständige sich mit seinen Mitspielern bei Computerspielen in dieser Sprache. „Das empfehle ich den Schülern: Alles, was sie gern tun, auf englisch zu machen“, erläutert der Lehrer. So lernen sie viel schneller und mehr.“ Er selbst habe das in seinem Studium auch so gehalten. Beim Gucken englischer Serien zum Beispiel. Da sei die Sprache viel authentischer.

Schule muss mehr sein als Fachunterricht.

Jeyagumaar Pirashanthan

Lotta hat sich das zu eigen gemacht. Sie schaut sich Filme in englischer Sprache an, liest Bücher – und hört und singt englische Liedtexte. Sie stammt aus Island und ist 2017 mit ihrer Familie (die Mutter ist Deutsche) nach Tecklenburg gezogen. Zuhause wird deutsch und isländisch gesprochen. Welche Sprache die schwierigere ist? „Deutsch“, findet Lotta.

Dass ihr Englisch leicht fällt, liegt nicht nur an den Filmen und Büchern, sondern auch an der Gesamtschule. „Der Unterricht macht Spaß“, versichert sie. Auch wenn Jeyagumaar Pirashanthan durchaus ein strenger Lehrer sein könne. „Warum soll Schule nicht Spaß machen – innerhalb bestimmter Grenzen“, fragt ihr Lehrer und schmunzelt, bevor er wieder ernst wird: „Schule funktioniert besser, wenn man eine Bindung zu den Schülern hat.“ Es werde durchaus viel gelacht im Unterricht, über Gott und die Welt gesprochen – in englischer Sprache natürlich. „Schule muss mehr sein als Fachunterricht“. Da ist er sich mit dem stellvertretenden Schulleiter Thorsten Reichel und seiner Kollegin Silke Sundermann einig. „Die Lern-Athmosphäre ist wichtig. Die Kinder fühlen sich hier wohl und angenommen.“

Für den nächsten Wettbewerb werden sich Leon und Lotta wieder anmelden. Im Multiple-Choice-Verfahren läuft die „big challenge“. Fragen zu Grammatik, Wortschatz, Phonetik, Literatur und Landeskunde gilt es zu beantworten. Mal abwarten, wie weit vorne die beiden Schüler dann wieder landen.

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