Tecklenburger Wein und Adventsaktionen
Kleiner Ersatz für den großen Markt

Tecklenburg -

Längere Öffnungszeiten der Geschäfte, eine festlich beleuchtete Stadt und ein Nikolausbesuch: Im Advent sollen die Besucher gerne nach Tecklenburg kommen.

Dienstag, 06.10.2020, 21:07 Uhr aktualisiert: 07.10.2020, 16:50 Uhr
Stefan Streit und Ulrich Gentrup (von links) haben die Tecklenburger Trauben zu Klaus Schäfer an die Nahe gebracht.
Stefan Streit und Ulrich Gentrup (von links) haben die Tecklenburger Trauben zu Klaus Schäfer an die Nahe gebracht. Foto: VWG

Kein Weinfest und kein Nikolausmarkt. Es waren schon trübe Aussichten, als die Verkehrs- und Wirtschaftsgemeinschaft (VWG) ankündigte, dass die beiden Traditions-Veranstaltungen ausfallen. Doch gänzlich auf Trauben und Nikolaus verzichten? Das will die VWG nun auch nicht. „Die kommenden Wochen stehen ganz im Zeichen der Organisation eines wenn auch kleinen Ersatzes für den Nikolausmarkt“, berichtet der Vorsitzende Wilhelm Kienemann . Geplant seien an allen vier Advents-Wochenenden verlängerte Öffnungszeiten in den Geschäften, und zwar freitags und samstags bis jeweils 20 Uhr.

Das Konzept zur festlichen Illumination der historischen Altstadt wird derzeit überarbeitet. Worauf auf keinen Fall verzichtet werden soll, das ist der Auftritt des Nikolaus. Er soll am zweiten Advents-Wochenende, an dem normalerweise der Nikolausmarkt stattfindet, Stutenkerle an die Kinder verteilen. Gemeinsam mit der Freilichtbühne wird an einem musikalischen Rahmenprogramm gearbeitet, das Mitte dieses Monats vorgestellt werden soll.

Die kommenden Wochen stehen ganz im Zeichen der Organisation eines wenn auch kleinen Ersatzes für den Nikolausmarkt.

Wilhelm Kienemann, VWG-Vorsitzender

„Wegen der unsicheren Gesamtsituation wird die Verkehrs- und Wirtschaftsgemeinschaft den endgültigen Ablauf in der Adventszeit erst in einigen Wochen festlegen können“, kündigt Kienemann an. Möglicherweise sollen auch einige Verkaufsstände in der Innenstadt aufgestellt werden. Das sei allerdings noch mit den zuständigen Stellen abzuklären.

Was nicht mehr abgeklärt werden muss: Es wird natürlich wieder einen Tecklenburger Wein geben. Ulrich Gentrup und Gunther Janowsky haben die Trauben geerntet. Die Menge fiel allerdings etwas geringer aus als im Vorjahr.

30 Jahre lang hat Giovanni Rizzi den Wein gekeltert, bevor er sich vor drei Jahren in seine Heimatstadt Conegliano zurückzog, um sich dort um seinen eigenen Weinberg zu kümmern. Seitdem fährt Bürgermeister Stefan Streit, in diesem Jahr begleitet von Ulrich Gentrup, die Trauben zum „Weinfest-Winzer“ Klaus Schäfer an die Nahe. Bei der Pressung der Trauben habe sich für den Tecklenburger „Regent“ ein Öchsle-Gehalt von 77 Grad ergeben. Dieser Wert liegt deutlich unter dem des Jahrhundertweins aus 2019.

Von diesem Wein hatte vor einigen Wochen die Pfälzer Weinkönigin Anna-Maria Löffler bei einem Besuch in Tecklenburg gekostet (wir berichteten). Mittlerweile ist sie „Deutsche Weinprinzessin“ und Wilhelm Kienemann hat sie zur Eröffnung des Weinfestes im kommenden Jahr eingeladen.

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