Interessengemeinschaft besichtigt den Frecklinghof
Alle Produkte werden achtsam behandelt

Tecklenburg-Leeden -

Viel zusehen und zu erfahren gab es für die Mitglieder der Interessengemeinschaft Leeden auf dem Frecklinghof. Dort wird nachhaltige Landwirtschaft betrieben.

Dienstag, 13.10.2020, 19:04 Uhr
Chiel und Monique van Dijk (von links) führten die Mitglieder der Interessengemeinschaft über ihren Hof und erläuterten ihr Konzept.
Chiel und Monique van Dijk (von links) führten die Mitglieder der Interessengemeinschaft über ihren Hof und erläuterten ihr Konzept. Foto: IG Leeden

Chiel und Monique van Dijk bewirtschaften seit 2009 den Frecklinghof, der zwischen der Leedener Straße und dem Habichtswald liegt. Auf insgesamt 150 Hektar betreiben die beiden zusammen mit ihren Mitarbeitern nachhaltige Landwirtschaft.

Ihr Ziel ist es, mehr Energie – in Form von pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln – zu ernten, als sie für deren Herstellung verbrauchen. Ein Weg dorthin ist es, den Pflanzen und Tieren einen möglichst artgerechten und naturnahen Lebensraum zurückzugeben. Deshalb wandeln sie eintöniges Grün- und Ackerland mit Wildgräsern, Sträuchern und Bäumen in eine vielfältige Landschaft um, die dazu noch Obst, Gemüse, Nüsse und Getreide liefert.

Chiel und Monique hatten jetzt Mitglieder der Interessengemeinschaft Leeden zu einer Exkursion auf den Frecklinghof eingeladen. 23 Mitglieder nutzten die Gelegenheit, die nachhaltige Landwirtschaft der Familie van Dijk näher kennenzulernen. Sie zeigten sich sehr beeindruckt von deren Philosophie, heißt es in einem Bericht der IG. Alle Lebensmittel, die vom Frecklinghof stammen, werden in jeder Phase achtsam behandelt, denn Stress und Ungeduld machen sie auf Dauer ungenießbar. Das betrifft die Schlachttiere genau so wie jeden Schritt der Weiterverarbeitung von Milch und Feldfrüchten. Die nötige Reifezeit und der richtige Erntezeitpunkt bestimmen in hohem Maße die Qualität der Produkte, so die van Dijks.

Artgerecht und naturnah

Der größte Teil der Erzeugnisse wird selbst vermarktet. So zählt der eigene Hofladen circa 500 Kunden, auf dem Wochenmarkt am Dom in Osnabrück hat Monique zahlreiche Stammkunden.

Aktuell wird auf dem Hofgelände ein eigenes Schlachthaus mit Räumlichkeiten für die Weiterverarbeitung des Fleisches gebaut, das Anfang nächsten Jahres in Betrieb genommen werden soll.

Außerdem wurden Anfang dieses Jahres auf einer rund ein Hektar großen Wiese 1500 Obstbäume, Sträucher und Heckenpflanzen angepflanzt – klassische Obstsorten wie Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche, Aprikosen, aber auch Feigen und Nashi-Birnen. Mitglieder der IG Leeden halfen bei dieser Aktion mit (wir berichteten).

Zum Abschluss des Rundgangs stärkten sich die Besucher an leckeren Bio-Bratwürstchen, die Chiel frisch gegrillt hatte. Dabei wurden noch so manche Informationen zu der etwas anderen Landwirtschaft der Familie van Dijk ausgetauscht, teilt die IG abschließend mit.

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