Bushaltestellen sollen saniert werden
Konstruktive Ideen der Schüler

Tecklenburg -

Die Bushaltestellen der Stadt sollen saniert werden. Dabei sind auch die Ideen der Schüler gefragt.

Dienstag, 03.11.2020, 20:49 Uhr
So sah es 1989 aus: Damals hielten die Schulbusse an der Pagenstraße. Über eine Lösung des Problems wurde lange diskutiert.
So sah es 1989 aus: Damals hielten die Schulbusse an der Pagenstraße. Über eine Lösung des Problems wurde lange diskutiert.

Wie sieht eine sichere Bushaltestelle aus? Sicherlich nicht so wie noch 1989, als die Schüler des Graf-Adolf-Gymnasiums (GAG) in die auf der Pagenstraße wartenden Busse steigen mussten. Damals hat sich der Stadtrat – nach einer über vier Jahre andauernden Diskussion – dazu durchgerungen, am Hofbauers Kamp eine zentrale Haltestelle einzurichten. Mögliche Alternativen (unterhalb der Hauptschule und auf dem Rathausplatz) wurden damals verworfen beziehungsweise als Verschlechterung angesehen.

Aktuell ist seitens der Stadt die Sanierung von Bushaltestellen geplant. Wie künftig die Haltestelle „Tecklenburg Stadt“ aussehen könnte, darüber hat die Klimaschutzmanagerin der Stadt, Laura Backhaus , für jeweils eine Schulstunde mit Fünft- und Zehntklässlern des Graf-Adolf-Gymnasiums gesprochen. Denn es sind besonders Schüler des GAG, die diese Haltestelle nutzen. Thema war das Konzept für die Sanierung und Umgestaltung.

Im Beisein von Schulleiterin Evelyn Futterknecht wurden dabei sehr gute und konstruktive Vorschläge durch die Schüler präsentiert. Diese würden von der Stadtverwaltung in ihre internen Planungen zur Sanierung von Bushaltestellen aufgenommen, berichtet Laura Backhaus. Geplant sei, dass mit Fördermitteln des Landes ab Anfang 2022 sukzessive Haltestellen in allen Ortsteilen saniert werden. Wichtig sind dabei die vier Kriterien Barrierefreiheit, Sanierungsbedürftigkeit, Lage und Frequentierung. Gestartet wird mit sechs bis sieben Haltestellen.

Dadurch soll nicht nur die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) attraktiver gestaltet, sondern auch die Verbindung zwischen Fahrrad und ÖPNV durch die Errichtung von sicheren Radabstellanlagen oder Bike-Repair-Stationen an zentralen Orten verbessert werden. Zudem stehe im Förderprogramm die Barrierefreiheit durch höhere Busbordsteine für den erleichterten Einstieg sowie die Installation taktiler Blindenleitsystem-Platten im Vordergrund, erläutert die Klimaschutzmanagerin. Nicht zuletzt aufgrund der Ausweitung der Fahrten der Buslinie R45 in den Abendstunden sei auch eine adäquate Beleuchtung wichtig.

Laura Backhaus ist für konstruktive Vorschläge weiterhin offen, auch wenn die interne Planung der Ausstattungsmerkmale aufgrund eines gemeinsamen Workshops mit dem Fördermittelgeber bereits weit vorgeschritten ist.

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