Neue Ausstellung von Sebastian Osterhaus
Zeit für einen Umbruch

Tecklenburg-Ledde -

Nach wie vor widmet sich der in Ledde aufgewachsene Künstler Sebastian Osterhaus den Welten, die sich zwischen Mensch, Tier und Natur entwickeln. Aktuell stellt er im BBK Kunstquartier aus.

Mittwoch, 04.11.2020, 18:38 Uhr aktualisiert: 04.11.2020, 18:40 Uhr
Zeit für Veränderung und Neuanfang: Sebastian Osterhaus zeigt im BBK Kunstquartier die Ausstellung „Umbruch“.
Zeit für Veränderung und Neuanfang: Sebastian Osterhaus zeigt im BBK Kunstquartier die Ausstellung „Umbruch“. Foto: Tom Bullmann

Er steht für Veränderung und Neuanfang: der Titel „Umbruch“, den der Künstler Sebastian Osterhaus für seine Ausstellung im BBK Kunstquartier wählte. Er zeigt dort aktuelle Arbeiten aus den Jahren 2018 bis heute.

Es ist noch gar nicht so lange her, da waren die Bilder des Künstlers dunkel und düster. Da vermischte Sebastian Osterhaus Mythen und Märchen zu albtraumhaften Szenen. Vielleicht sorgt die bittere Realität der Corona-Pandemie jetzt dafür,dass seine Bilder positiver werden.

So findet man in seinen aktuellen Arbeiten häufig Vögel als Symbol für Freiheit und Unbeschwertheit. Aber nicht nur Corona lässt Osterhaus zu der Erkenntnis kommen, dass sich unsere Gesellschaft ändern muss. „Ich bin davon überzeugt, dass wir so, wie wir jetzt leben, nicht weitermachen können“, sagt er. Daher trägt seine aktuelle Ausstellung im BBK Kunstquartier den Titel „Umbruch“.

Ich bin davon überzeugt, dass wir so, wie wir jetzt leben, nicht weitermachen können.

Sebastian Osterhaus

Nach wie vor widmet sich der in Ledde aufgewachsene Künstler den Welten, die sich zwischen Mensch, Tier und Natur entwickeln. Oft werden Figuren von üppig wuchernder Flora umrankt und in Beschlag genommen. In den Naturlabyrinthen taucht ein Äffchen auf und vor einem hellen, kreisrunden Hintergrund verwächst ein menschliches Antlitz mit einem Vogelkopf. Das ist zwar immer noch skurril, aber kein bisschen düster.

Sogar die Farbgebung signalisiert, dass die Geschichte ein Happy End hat. Das Diffuse weicht bisweilen einer klaren Linienführung, sodass die Farbflächen wie in dem Bild „Stille Analyse“ sauber abgegrenzt sind. „Bei dir (Junge & Mond)“ heißt ein aktuelles Ölgemälde, mit dem Sebastian Osterhaus beweist, dass es ein Prinzip Hoffnung gibt. Nachdenklich schaut der Junge in die Welt, seine innere Einkehr steht für Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft.

„Umbruch“ steht bei Sebastian Osterhaus für Fortschritt und Neuanfang. So nahm er sich ein Bild wieder vor, das er 2012 im Rahmen seiner Diplomarbeit an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden eingereicht hatte.

Es gefiel ihm nicht mehr, also machte er daraus ein neues Werk: „Berührung ohne Berührung“ thematisiert die Unfähigkeit von Menschen zueinanderzufinden. Aber vielleicht gibt es auch für dieses Paar Hoffnung.

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