Zwei Personen leicht verletzt
Ausweichmanöver endet am Baum

Tecklenburg-Leeden -

Weil sie Rehen ausgewichen ist, hat eine Autofahrerin die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren uns ist gegen einen Baum geprallt.

Freitag, 06.11.2020, 18:08 Uhr aktualisiert: 06.11.2020, 18:10 Uhr
Beim Versuch, Rehen auszuweichen, ist eine Ladbergerin mit ihrem Fahrzeug ins Schleudern geraten und gegen einen Baum geprallt.
Beim Versuch, Rehen auszuweichen, ist eine Ladbergerin mit ihrem Fahrzeug ins Schleudern geraten und gegen einen Baum geprallt. Foto: Freiwillige Feuerwehr Tecklenburg

Das hätte schlimmer ausgehen können. Bei einem Unfall am Donnerstag um 17.06 Uhr auf der Herkenstraße sind die beiden Insassen eines Pkw leicht verletzt worden.

Nach Angaben der Polizei hatte die 31 Jahre alte Autofahrerin aus Ladbergen versucht, in einer Rechtskurve Rehen auszuweichen, die die Straße überquerten. Dabei verlor sie die Gewalt über ihren Pkw. Der geriet ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Sie und ihr Beifahrer erlitten einen Schock.

Nach dem Aufprall entwickelte sich laut Mitteilung der Feuerwehr ein Kleinbrand am Wagen. Ein vorbeikommender Autofahrer hielt an und löschte den Brand mit einem Feuerlöscher. Die alarmierten Mitglieder des Löschzugs Leeden – elf Kameraden mit drei Fahrzeugen – sicherten nach Eintreffen am Unfallort das Fahrzeug, nahmen ausgelaufene Betriebsstoffe auf und leuchteten die Unfallstelle aus.

Am Fahrzeug entstand Totalschaden. Die Herkenstraße musste in beide Richtungen über eine Stunde lang gesperrt werden.

In diesem Zusammenhang warnt die Polizei nochmals: In der dunkleren Jahreszeit kommt es verstärkt zu Wildunfällen, da Rehe vor allem in der Dämmerung aktiv sind. Verkehrsteilnehmer sollten in gefährdeten Bereichen besonders vorsichtig fahren, rät die Polizei. Wer mit dem Fernlicht unterwegs ist, sollte angesichts eines Rehs sofort abblenden. Im grellen Scheinwerferlicht bleiben die Tiere wie hypnotisiert stehen.

Außerdem sollten Autofahrer keine unkontrollierten Lenkbewegungen machen, warnt die Polizei. Besser sei es, mit aller Kraft zu bremsen und eine Kollision mit dem Wild zu riskieren statt mit dem Gegenverkehr oder einem Baum.

Sollte es zum Zusammenstoß mit einem Wild gekommen sein, sollte man nicht einfach weiter fahren, auch wenn es am Fahrzeug zu keinem Schaden gekommen ist. „Informieren sie in jedem Fall die Polizei. Denn die angefahrenen Tiere erhalten einen Adrenalinstoß, der sie auch verletzt weiterlaufen lässt. Später liegen sie oft hilflos im Wald und verenden dort qualvoll“, heißt es in der Pressemitteilung.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7666983?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F187%2F
Nachrichten-Ticker