CDU beantragt Lüftungs- und Filteranlagen für die Schulen
Gesunde Luft statt dicker Jacken

Tecklenburg -

Mit Filter- und Lüftungsanlagen gegen Corona: Die CDU-Fraktion spricht sich dafür aus und beantragt eine Überprüfung der Möglichkeiten.

Dienstag, 17.11.2020, 21:34 Uhr aktualisiert: 17.11.2020, 21:37 Uhr
Unterricht in Corona-Zeiten: Damit die Kinder saubere Luft in den Klassen haben, sollen Lüftungsanlagen eingebaut werden.
Unterricht in Corona-Zeiten: Damit die Kinder saubere Luft in den Klassen haben, sollen Lüftungsanlagen eingebaut werden. Foto: Sebastian Kahnert

Wenn alle 20 Minuten die Fenster der Klassenzimmer aufgerissen werden zum Stoßlüften, dann mag das die Infektionsgefahr in Corona-Zeiten senken. Bei winterlichen Temperaturen jedoch steigt die Gefahr, sich eine dicke Erkältung einzufangen, auch wenn die Kinder sich dicke Jacken anziehen. Die CDU-Fraktion im Stadtrat hält es deshalb für sinnvoll, die Klassenräume der Grundschulen mit Be- und Entlüftungsanlagen auszustatten.

„Die Kleinsten in unserer Gesellschaft verfügen noch nicht über ein so abwehrkräftiges Immunsystem wie die Jugendlichen der weiterführenden Schulen. Bei diesen Anlagen erübrigt sich das Lüften der Klassenräume und das damit einhergehende Auskühlen der Räume“, schreibt die CDU in einem Antrag an den Stadtrat. Sie möchte zudem die weiterführenden Schulen mit Luftfilteranlagen ausstatten.

Die Stadtverwaltung soll prüfen, ob entsprechende Anlagen an den Schulen eingesetzt werden können und wie die Maßnahme kurzfristig umgesetzt werden kann. Außerdem soll sie sich kundig machen, aus welchen Förderprogrammen oder Haushaltsmitteln Lüftungs- und Filteranlagen finanziert werden können. Zudem will man sich mit den Schulleitungen und den Elternpflegschaften abstimmen.  

Knapp 400 000 Euro

Die CDU hat auch die Kosten errechnet. Die Ausstattung von 17 Klassenräumen an den vier Grundschulstandorten kostet demnach rund 170 000 Euro. Für das Graf-Adolf-Gymnasium würden rund 40 Luftfilteranlagen benötigt und für die Gesamt- und Hauptschule rund 50. 225 000 Euro müssten investiert werden.

„Da wir möchten, dass die Kinder auch unter den Bedingungen einer Corona-Pandemie ausreichenden Präsenzunterricht erhalten können, ist es unabdingbar, dass die Klassen räume mit Luftfilteranlagen mit einer Wirkungsklasse F14 (reinigt die Luft von allen Viren und Bakterien mit einer Zuverlässigkeit von 99,9 Prozent) oder einer kontrollierten Be- und Entlüftungsanlage ausgestattet werden“, heißt es in dem CDU-Antrag. Als Vorteile nennt die Fraktion unter anderem geringere Energiekosten durch eine Reduzierung der Lüftungsintervalle.

Über den Antrag wird im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstag, 24. November beraten. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Kulturhaus.

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