Projekt am Graf-Adolf-Gymnasium
Schulhof soll Lebens(t)raum sein

Tecklenburg -

Kann ein Schulhof „Lebens(t)raum werden? Ein Projekt am Graf-Adolf-Gymnasium will unter anderem diese Frage klären, auch weil verschiedene Ideen dafür schon umgesetzt worden sind.

Mittwoch, 18.11.2020, 18:28 Uhr
Der Schulhof des Gymnasiums soll zu einem „Lebens(t)raum“ werden.
Der Schulhof des Gymnasiums soll zu einem „Lebens(t)raum“ werden. Foto: GAG

Der Schulhof als „Grünes Klassenzimmer“, gestaltet mit zusätzlichen Sitzgelegenheiten und Möglichkeiten zum Klettern? Warum nicht? Die Schüler des Graf-Adolf-Gymnasiums (GAG) haben jedenfalls einige kreative Ideen, und so manche davon wird sicherlich umgesetzt werden. Das wurde bei einem Ortstermin deutlich.

Bereits im vorletzten Schuljahr begannen am Graf-Adolf-Gymnasium (GAG) Überlegungen für das Projekt „Lebens(t)raum“, angeregt von Mathematik- und Sportlehrer Thomas Potthoff , mit dem Ziel, das Schulgelände durch ein der Nachhaltigkeit verpflichtetes Gesamtkonzept umzugestalten.

In einem Bericht des GAG wird daran erinnert, dass schon vor fast 100 Jahren bei der Gründung der Schule als Aufbaugymnasium die „landschaftlich hervorragende Lage Tecklenburgs auf den Höhen des Teutoburger Waldes“ ein wichtiges Auswahlkriterium der Provinzialbehörde gewesen ist. Von einem Großteil der Klassen und Fachräume fällt der Blick auf eine Wald- und Hügellandschaft, die die Stimmung im Schulalltag mitprägt.

„Der Schulhof hat besonders im vergangenen Jahrzehnt Strukturen und Akzente gewonnen, die sowohl Ruhe als auch Lebendigkeit klarer erfahrbar machen – nicht nur in den Pausen“, heißt es in einem Bericht des Gymnasiums. Es gebe Raum für Aktivitäten und Rückzugsbereiche. „Aber auch Zonen für Kommunikation sind vorhanden, die in Unterrichtskonzepte eingebunden werden können. „Das große, bunte stabile Klettergerüst, die terrassenartig angelegten Holzbänke, der Basketballbereich und die von Schülerinnen und Schülern gestalteten künstlerischen Akzente – all dies zeugt schon jetzt von sehr viel Nachdenken über Schulhofgestaltung. Hinzu kommt die Terrasse der am Schulhof gelegenen Mensa“, heißt es weiter.

Nun soll das Gebäude in die Überlegungen einbezogen werden. „Dabei spielt auch das Gesamtkonzept des GAG als Unesco-Schule eine Rolle.“ Zudem solle verstärkt der Nachhaltigkeitsgedanke unterstrichen werden.

Schulinterne Gruppen, die mitplanen und mitgestalten, haben sich schon gefunden. Prinzipiell können aber weitere Interessenten mitwirken, das Projekt mit Ideen, Verbesserungswünschen und langfristiger Mitarbeit zu erfüllen. „Der anspruchsvolle Titel steht symbolhaft für das Ziel, ein Schulgelände so zu gestalten, dass es ein Lebensraum wird, der von der Schulgemeinschaft aktiv mitgestaltet wird.“

Zu einer ersten Ortsbegehung begrüßte Schulleiterin Evelyn Futterknecht jetzt Mitglieder der Schülervertretung, den schulinternen Arbeitskreis „Raumkonzept“ und Franz-Josef Kordsmeyer als Vertreter des Schulträgers sowie die Klimaschutzbeauftragte Laura Backhaus. Gemeinsam mit Garten- und Landschaftsarchitekt Stefan Wrobel von der Ideenwerkstatt Lebenstraum aus Bad Salzuflen wurden erste Schritte beraten.

Ziel sei eine gemeinsame Planung, Gestaltung und Umsetzung eines bewegungsfreundlichen und nach­haltig gestalteten Schulgeländes. Unter Beteiligung von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrern sollen „Mitmachbaueinsätze“ ein- bis zweimal im Jahr stattfinden, um das Schulgelände schrittweise umzugestalten.

Eine Umfrage in der gesamten Schülerschaft habe bereits viele interessante Impulse ergeben. Sitzgelegenheiten, Begrünung, Klettergelegenheiten und das Konzept „Grünes Klassenzimmer“ waren nur einige der zahlreichen kreativen Vorschläge, die Stefan Wrobel interessiert aufgenommen hat. Da das Projekt ausschließlich über die Stadt Tecklenburg, den GAG-Förderkreis, Stiftungen, regionale Partner und private Spenden finanziert werde, sei jedwede Unterstützung willkommen.

Voraussichtlich im März 2021 wird eine Planungswerkstatt aus Schülern und Lehrern im Sinne des Unesco-Gedankens stattfinden, in der konkrete Vorschläge für die Gestaltung des Schulgeländes erarbeitet werden. Ideen und Anregungen von Seiten der Eltern und der Schülerschaft seien für die Werkstatt ausdrücklich willkommen.

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