Schnelles Internet – Frist für Nachfragebündelung in Tecklenburg läuft Montag aus
Investition in die eigene Zukunft

Tecklenburg -

Ob es in Kürze schnelles Internet in Tecklenburg gibt, entscheiden die Menschen im Ortsteil selbst. Noch bis Montag läuft die Frist zur Nachfragebündelung, die der Anbieter teutel gesetzt hat. Eine letzte Werbekampagne ist angelaufen. Es fehlen noch gut 100 Haushalte.

Donnerstag, 26.11.2020, 17:44 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 17:19 Uhr
Die Vertreter der Interessengemeinschaften aus den Ortsteilen zeigen sich solidarisch mit Tecklenburg und hoffen, dass sich genügend Interessenten für das schnelle Internet im Ortsteil finden lassen (v. l.): Nathalie Bäumer (Brochterbeck), Gerhard Wellemeyer (Leeden), Bürgermeister Stefan Streit und Michael Reinsch (Ledde)
Die Vertreter der Interessengemeinschaften aus den Ortsteilen zeigen sich solidarisch mit Tecklenburg und hoffen, dass sich genügend Interessenten für das schnelle Internet im Ortsteil finden lassen (v. l.): Nathalie Bäumer (Brochterbeck), Gerhard Wellemeyer (Leeden), Bürgermeister Stefan Streit und Michael Reinsch (Ledde) Foto: Erhard Kurlemann

Die Zeit drängt. „Wenn sich nicht noch gut 100 Haushalte in den nächsten Tagen finden, wird es auf absehbare Zeit kein schnelles Internet in Tecklenburg geben“, fasst Bürgermeister Stefan Streit den Stand der Nachfragebündelung in dem Ortsteil zusammen. So viele Verträge fehlen noch, um die festgelegte Quote von 55 Prozent zu erreichen.

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Lengerich (SWL) – Glasfaseranbieter Teutel ist eine 100-prozentige Tochter – wird in seiner Sitzung am 9. Dezember unter anderem über dieses Thema entscheiden. „Ob die Bagger kommen können, um die Anschlüsse direkt ins Haus zu legen, entscheiden die Tecklenburger selbst.“

Unterstützung findet der Bürgermeister bei Vertretern der drei Interessensgemeinschaften in den übrigen Ortsteilen.

Gerhard Wellemeyer aus Leeden kann sich noch genau an den Auftakt 2014 im Saal Antrup in Leeden erinnern. Gut 80 Verträge seien am ersten Abend gezeichnet worden, weitere in den folgenden Wochen. Die geforderte Quote von 45 Prozent war schnell „übersprungen“,. Seit 2015 sei Leeden „Turbo-Internet-Gemeinde“, inzwischen mit einer Teutel-Versorgung in gut 95 Prozent der Haushalte.

Nathalie Bäumer berichtet von der „übervollen Auftaktveranstaltung im Saal Franz“, wo sich viele Brochterbecker vor Ort informierten, welche Vorteile das Teutel-Netz gegenüber anderen Anbietern habe, auch wenn die monatlichen Gebühren etwas höher seien als bei anderen Anbietern.

Auch Michael Reinsch aus Ledde ist von der Teutel überzeugt. Schon bei der Auftaktveranstaltung in den Ledder Werkstätten habe sich eine gute Beteiligung abgezeichnet. Letztendlich sei die Quote übertroffen worden, weil durch Info-Flyer und Hausbesuche ausreichend Interessenten überzeugt wurden. „Keiner hat es bereut“.

Einig sind sich die drei IG-Vertreter: kompetenter und erreichbarer Service – es gibt die SWL-Hauptstelle in Lengerich und eine Geschäftsstelle in Brochterbeck – konstante Leitungen sorgten im Ergebnis für zufriedene Kunden.

Gerade in der Pandemie habe sich das schnelle Internet ausgezahlt, gibt Reinsch ein Beispiel. Er habe im Homeoffice gearbeitet, seine Kinder im Home-Schooling. „Alles lief reibungslos mit dem schnellen Internet.“ Das habe aber auch nur deshalb funktionieren können. Wellemeyer und Bäumer stimmen zu – sie könnten weitere Beispiele nennen.

Für den Ortsteil Tecklenburg hat es aufgrund der Pandemie keine Auftaktveranstaltung gegeben. Auch sind die Versammlungen großer Vereine ausgefallen, auf denen viele Menschen erreicht worden wären. „Teutel-Vertreter haben an den Markttagen gezielt Leute angesprochen, und das durchaus erfolgreich,“ betont Bürgermeister Streit. Insgesamt habe es offenbar an ausreichend Multiplikatoren für das schnelle Internet gefehlt.

Der Verwaltungschef will sich noch einmal per Mail an alle Vereine wenden und für die Vorteile des schnellen Internets werben. „Wir wollen noch einmal für das Thema sensibilisieren“. Er erinnert daran, dass die Straßen Ekenhoff und Auf dem Broek­land bereits angeschlossen und in die bisherige Quote eingerechnet seien. Im Sommer seien zudem die Schulen und das Rathaus im Ortsteil „versorgt“ worden. „Wir haben Pflöcke zur Nachfragebündelung eingeschlagen.“ Streit ergänzt, dass die geforderte Quote in Tecklenburg aufgrund der topographischen Besonderheiten etwas höher liege.

„Schnelles Internet ist die Zukunft – wir investieren also in unsere Zukunft“ hofft der Bürgermeister noch ein wenig, dass das, was in den drei anderen Ortsteilen geklappt hat, auch in Tecklenburg gelingt. Die Meldefrist endet am 30. November.

 

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