Werksausschuss befasst sich mit Abwassergebühren
Trockene Sommer zahlen sich aus

Tecklenburg -

Die einen Gebühren steigen, die anderen sollen gesenkt werden. Damit befasst sich nun der Werksausschuss.

Mittwoch, 02.12.2020, 21:08 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 21:10 Uhr
Die Gebühren für Schmutzwasser sollen im nächsten Jahr erhöht werden.
Die Gebühren für Schmutzwasser sollen im nächsten Jahr erhöht werden. Foto: Daniela Allendorf

Nicht nur die Gebühren für die Müllabfuhr sollen im nächsten Jahr steigen (wir berichteten), auch die Abwassergebühren sollen angepasst werden. Beim Schmutzwasser wird eine Erhöhung vorgeschlagen, beim Niederschlagswasser dagegen eine Senkung. Der Werksausschuss wird sich am Dienstag, 8. Dezember, mit einem entsprechenden Vorschlag der Stadtverwaltung befassen, bevor der Stadtrat am 15. Dezember eine Entscheidung fällt.

Die Schmutzwassergebühr ist seit 2017 konstant geblieben und beträgt 3,34 Euro pro Kubikmeter. Eine Gebührenrücklage in Höhe von gut 500 000 Euro machte das möglich. Für das laufende Jahr sind 320 000 Euro eingeplant, um die Gebühren stabil zu halten. Im nächsten Jahr sollen gut 180 000 Euro miteinfließen. „Dies verhindert jedoch nicht, dass die Schmutzwassergebühren 2021 und in den Folgejahren ansteigen“, ist der Verwaltungsvorlage zu entnehmen. Sie sollen im nächsten Jahr auf 3,76 Euro pro Kubikmeter erhöht werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Gebühren kostendeckend sein müssen.

Trockene Sommer wirken sich aus

Doch warum soll für das Niederschlagswasser weniger gezahlt werden? Das liegt, vereinfacht ausgedrückt, am warmen Sommer. Der Anteil des Regenwassers an der Gesamteinleitungsmenge ist gegenüber dem Jahr 2017 um neun auf 33 Prozent gesunken. Das liegt unter anderem an den trockenen Sommern der Jahre 2018 und 2019. Zudem hat sich die Gesamtfläche, die bei der Kalkulation der Gebühr zu berücksichtigen ist, nach Angaben der Verwaltung unter anderem durch die Entstehung von Neubaugebieten um rund 22 000 Quadratmeter vergrößert. Die Gebühr für Niederschlagswasser soll um 16,8 Prozent gesenkt werden, und zwar von 1,01 auf 0,84 Euro pro Quadratmeter befestigter Fläche.

Insgesamt hat die Verwaltung für den Bereich Schmutzwasser Kosten in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro errechnet und für den Bereich Niederschlagswasser 703 000 Euro. Diese Summen sind durch die Gebühren zu decken.

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