Serie: Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Isek)
Ein Park für alle Generationen

Tecklenburg -

Der Kurpark als Aktiv- und Vitalpark: Dieser Plan soll ab 2022 umgesetzt werden. Es ist eine der Maßnahmen im Rahmen des Isek, die im Rahmen einer Serie vorgestellt werden.

Montag, 04.01.2021, 20:17 Uhr aktualisiert: 05.01.2021, 17:07 Uhr
Im Frühjahr und Sommer, wenn alles blüht, ist der Kurpark besonders schön.
Im Frühjahr und Sommer, wenn alles blüht, ist der Kurpark besonders schön. Foto: Ruth Jacobus

Das Jahr 2021 hat begonnen und damit auch die Umsetzung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Isek). Der Stadtrat für die Jahre 2021 bis 2026 hat einen Maßnahmenkatalog beschlossen (wir berichteten ausführlich). Die Federführung bei der Erstellung des Konzeptes hatte das Büro Frauns aus Münster. In einer Serie wird diese Zeitung die einzelnen Maßnahmen vorstellen. Heute geht es um die Weiterentwicklung des Kurparks zu einem Aktiv- und Vitalpark.

Der Kurpark weise durch seine Rolle als Naherholungsraum sowohl für Bewohner als auch für Kurtouristen und Tagesgäste eine herausgehobene Bedeutung auf, heißt es in der Projektbeschreibung. Er stelle einen wichtigen Begegnungs- und Erholungsort dar und sei einer der Identifikationsorte im Tecklenburger Zentrum. Die fünf Kneipp´schen Grundprinzipien (Wasser, Pflanzen, Bewegung, Ernährung und Balance) würden zum Teil in der Parkgestaltung genutzt, eine gestalterische Gesamtkonzeption sei jedoch nicht erkennbar. Zudem werde eine klare, konzeptionelle Ausrichtung des Kurparks vermisst.

Insgesamt wird der Kurpark den heutigen Anforderungen an einen multifunktionalen und für alle Generationen nutzbaren Treffpunkt nicht mehr gerecht.

Aus dem Isek

Handlungsbedarf wird insbesondere bei der unzureichenden Barrierefreiheit der Wege gesehen. Auch Beschilderung, Beleuchtungssituation und Möblierung werden als verbesserungswürdig angesehen. „Insgesamt wird der Kurpark den heutigen Anforderungen an einen multifunktionalen und für alle Generationen nutzbaren Treffpunkt nicht mehr gerecht“, heißt es im Isek.

Was ist nun vorgesehen? Zunächst soll eine Rahmenplanung erstellt werden für eine grundsätzliche konzeptionelle Ausrichtung des Kurparks. Man will eine verbesserte Nutzbarkeit erreichen bei gleichzeitigem Erhalt der Funktion als innerstädtischem Ruhe- und Landschaftsraum. Es sollen „intergenerative Begegnungsorte“ geschaffen werden, zum Beispiel Pavillons und ein Wasserspielplatz mit angrenzenden Fitnessgeräten.

Städtebauliche Missstände sollen behoben werden durch barrierearme Zugänge von und zur Altstadt. Orientierung und Beleuchtung sollen optimiert und Sichtachsen wieder hergestellt werden.

„Insgesamt leisten die vorgesehenen Maßnahmen im Kurpark einen wesentlichen Beitrag zur Lebens- und Wohnqualität sowie zur Verbesserung des Stadtklimas und damit auch zum Erhalt der biologischen Vielfalt und Naturerfahrung“, heißt es abschließend im Isek.

Die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Kurparks in einen Aktiv- und Vitalpark werden auf rund 520 000 Euro geschätzt. Davon entfallen 70 000 Euro auf die Rahmenplanung. Es wird mit 364 000 Euro aus Landesfördermitteln gerechnet. 156 000 Euro soll die Kommune investieren. Die Planung soll 2022 beginnen und die Umsetzung der einzelnen Vorhaben in den Jahren 2023 bis 2025 erfolgen.

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