Serie Integriertes Stadtentwicklungskonzept: Das alte Rathaus
Platz für ein Gesundheitszentrum?

Tecklenburg -

Das Gelände, auf dem das alte Rathaus steht, hat Potenzial für Neuentwicklungen. Das ist einer der Punkte im Integrierten Stadtentwicklungskonzept.

Montag, 11.01.2021, 21:47 Uhr aktualisiert: 11.01.2021, 21:50 Uhr
Für den Standort des alten Rathauses und den vorgelagerten Chalonnes-Platz sollen Ideen entwickelt werden.
Für den Standort des alten Rathauses und den vorgelagerten Chalonnes-Platz sollen Ideen entwickelt werden. Foto: Ruth Jacobus

Was geschieht langfristig mit dem alten Rathaus und wie soll das Umfeld gestaltet werden. Diese Fragen sind nicht neu, aber noch immer unbeantwortet. Bereits 2011, als ein „Integriertes Handlungskonzept Tecklenburg“ erarbeitet wurde, stand dieses Thema auf der Agenda. „Durch die sich zwischen zeitlich ergebende Notwendigkeit einer Nutzung des Gebäudes als Flüchtlingsunterkunft bestand zunächst kein Handlungsbedarf.“ Diese Begründung ist nachzulesen im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Isek) 2021 bis 2026, das sich erneut mit der Zukunft des alten Rathaus befasst.

Vorgeschlagen wird ein städtebaulicher Wettbewerb, um Möglichkeiten einer neuer Nutzung zu prüfen. Dadurch könne die Planungsqualität gesteigert und eine hochwertige Baukultur, die auch nachhaltigen Standards entspreche, umgesetzt werden. „Vorstellbare Nutzungen wären zum Beispiel eine Wohnnutzung oder die Errichtung eines Ärzte-/Gesundheitszentrums“, heißt es im Isek.

Innerhalb des Tecklenburger Zentrums stellt der Standort eine der wenigen Potenzialflächen für eine weitere städtebauliche und funktionale Entwicklung dar.

Aus dem Isek

Bis zum Jahr 2015 wurde das alte Rathaus von der Stadtverwaltung genutzt. Als diese dann in das Kreishaus umzog, wurde das 1966 errichtete Gebäude zur Flüchtlingsunterkunft, die es nach derzeitigem Stand bis 2022 bleiben soll.

Innerhalb des Tecklenburger Zentrums stelle der Standort eine der wenigen Potenzialflächen für eine weitere städtebauliche und funktionale Entwicklung dar. Das sei insbesondere unter den Aspekten des Klimaschutzes beziehungsweise der Anpassung an den Klimawandel und des sich darauf ergebenden Erfordernisses von Maßnahmen des Flächenrecyclings von herausgehobener Bedeutung. Weiter heißt es im Isek, dass der dem alten Rathaus vorgelagerte Chalonnes-Platz in den Prozess mit einzubeziehen sei. Dieser habe durch seine Größe eine zentrale städtebauliche Wirkung auf das Umfeld. „Mit seiner derzeitigen Gestaltung stellt er jedoch keinen attraktiven Stadtraum dar.“

70 000 Euro sollen laut Isek für den Wettbewerb ausgegeben werden Geplant ist er für das Jahr 2023. Es wird mit 49 000 Euro Fördermitteln des Landes gerechnet.

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