FDP stellt Antrag: Kosten für pauschales Schülerticket ermitteln
Auch in der Freizeit Busse nutzen

Tecklenburg -

Ein pauschales Schülerticket, das 365 Tage im Jahr gilt, möchte die FDP einführen. Zunächst sollen die Kosten ermittelt werden.

Donnerstag, 21.01.2021, 10:58 Uhr
In der Freizeit mobil bleiben und Bus fahren sollen, wenn es nach der FDP geht, auch Tecklenburger Schüler.,
In der Freizeit mobil bleiben und Bus fahren sollen, wenn es nach der FDP geht, auch Tecklenburger Schüler., Foto: imagoimages

Finanzielle Vorteile für die Eltern, weil sie sich nicht mehr an den Schülerfahrtkosten ihrer Kinder beteiligen müssen. Und neue Freiheiten für die Mädchen und Jungen, denn sie können es auch in der Freizeit und in den Ferien nutzen: das pauschale Schülerjahresticket. Die FDP-Fraktion beantragt, dass die Stadtverwaltung die Kosten ermittelt, ein Finanzierungsmodell erstellt und einen Beschlussvorschlag erarbeitet. Das Ticket soll für Schüler der weiterführenden Schulen gelten.

Vorbild ist die Nachbarstadt Ibbenbüren. Dort wird ein pauschales Schülerticket zum 1. Februar eingeführt – auch für Schüler, die bislang keinen Anspruch auf eine Jahreskarte hatten, schreiben die Liberalen in ihrem Antrag. Das Ticket gelte zudem an 365 Tagen im Jahr und sei im gesamten Tarifgebiet Westfalen gültig. Zudem biete es weitere Vorteile. So würden Individualverkehre eingespart, zum Beispiel bei schlechtem Wetter oder zu außerschulischen Veranstaltungen. Dann muss nicht das „Mama-Taxi“ fahren, sondern es wird der Bus genutzt. Das stärke auch den öffentlichen Personennahverkehr.

Das pauschale Ticket bedeutet weniger Verwaltungsaufwand.

Aus dem Antrag der FDP

Außerdem werde nach Ansicht der FDP die Verkehrssicherheit erhöht. Die weiterführenden Schulen könnten das Ticket zudem für schulische Exkursionen oder Ausflüge nutzen. Das pauschale Ticket bedeute zudem weniger Verwaltungsaufwand sowohl bei der Kommune als auch bei der RVM.

Und wie wird das Angebot finanziert? „Durch die bisherigen Schülerjahreskarten werden zwischen 60 und 70 Prozent der Kosten des ÖPNV, der durch die RVM im Kreis Steinfurt bereitgestellt wird, gedeckt“, stellen die Liberalen fest. Das Ibbenbürener Solidarmodell basiere auf der Idee, dass gerade außerhalb der Stoßzeiten die Busse eine deutlich stärkere Nutzung ohne Zusatzverkehre verkrafte, sodass aufgrund der durchfinanzierten Situation des ÖPNV lediglich mehr Nutzer die vorhandene und bereits finanzierte Infrastruktur nutzen. Die Busse wären also stärker besetzt. Bei der Stadt Ibbenbüren gebe es durch die Einführung des Jahrestickets Mehrkosten in Höhe von 3000 Euro bei Schülerbeförderungskosten von insgesamt 1,7 Millionen Euro, teilt die FDP mit.

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