Stadt und SWL unterzeichnen Rahmenvertrag
Grüner Strom kommt vom Dach

Tecklenburg -

Grüner Strom direkt vom kommunalen Dach – Tecklenburg und die Stadtwerke Lengerich (SWL) haben einen entsprechenden Rahmenvertrag Solarstrom unterzeichnet. Mehrere kommunale Dächer werden mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Dabei plant, baut und finanziert die SWL die Anlagen. Die Stadt Tecklenburg wird diese betreiben und den erzeugten Strom nutzen.

Dienstag, 16.02.2021, 19:46 Uhr aktualisiert: 16.02.2021, 19:50 Uhr
Laura Backhaus, Stefan Streit
Laura Backhaus, Stefan Streit Foto: Ruth Jacobus

Grüner Strom direkt vom kommunalen Dach – Tecklenburg und die Stadtwerke Lengerich (SWL) haben einen entsprechenden Rahmenvertrag Solarstrom unterzeichnet. Mehrere kommunale Dächer werden mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Dabei plant, baut und finanziert die SWL die Anlagen. Die Stadt Tecklenburg wird diese betreiben und den erzeugten Strom nutzen.

„Wir freuen uns, mit dieser Kooperation unseren Klimaschutzzielen ein Stück näher gekommen zu sein. So beziehen nicht nur fast alle unsere kommunalen Liegenschaften regionalen Ökostrom des „Unser Landstrom“-Tarifs, sondern erzeugen nun bald auch Strom für den Eigenbedarf“, sagt Bürgermeister Stefan Streit.

Auch Ralf Becker, Geschäftsführer der Stadtwerke Lengerich, sieht sich im Engagement bestärkt, das Angebot der SWL mit Blick auf die Energiewende konsequent weiterzuentwickeln. „Als Energieversorger der Region sorgen wir dafür, dass der regenerative Anteil am Energiemix stetig ausgebaut wird“, versichert er laut einer Pressemitteilung der Stadtwerke Lengerich.“

In den Osterferien erhalten die Dächer der Feuerwehr Tecklenburg, der Grundschulen Tecklenburg, Ledde und Leeden sowie die Zweifachhalle des Graf-Adolf-Gymnasiums jeweils eine Photovoltaikanlage, die den damit erzeugten Sonnen-Strom in den Gebäuden zur Verfügung stellt. Überschüssige Energie wird in das Netz der Stadtwerke eingespeist.

Schulen und Feuerwehr bilden nur den Auftakt. Laura Backhaus, Klimaschutzmanagerin der Stadt, hat das Projekt von Seiten der Stadt maßgeblich begleitet und hätte sich noch mehr Dächer gewünscht. „Insgesamt haben wir eine Vielzahl an kommunalen Dächern geprüft. Jedoch ist nicht jedes Gebäude geeignet. So müssen zum Beispiel die Ausrichtung und Statik des Daches stimmen. Die Dachhaut sollte noch mindestens 20 Jahre halten und die Elek-troinstallation den Einbau zulassen“, erläutert sie. „Wir haben mit den Schulen den Anfang gemacht, da dort ein hoher Eigenverbrauch über den Tag gewährleistet ist und um auch einen Lerneffekt bei den Schülern zu erzielen. Weitere Gebäude könnten in den nächsten Jahren folgen“, so Backhaus weiter.

Insgesamt sollen die Photovoltaikanlagen auf den Schuldächern in den nächsten 20 Jahren rund zwei Millionen Kilowattstunden Strom produzieren und mehr als 800 Tonnen CO einsparen. Etwa die Hälfte des erzeugten Stromes wird unmittelbar in den Schulen verbraucht. „Der Überschuss wird in das örtliche Stromnetz eingespeist. Mittlerweile können Kunden aus ausgewählten PV-Anlagen grünen, regional erzeugten Strom mit dem Produkt „Unser Landstrom“ von der SWL beziehen“, erklärt Stefan Otto, Leiter Alternative Energietechnik bei den Stadtwerken.

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