Stadtrat verabschiedet den Etat einstimmig
Corona als Herausforderung

Tecklenburg -

Zahlreiche Investitionen, aber auch große Belastungen prägen den Haushalt 2021, den der Stadtrat einstimmig verabschiedet hat.

Mittwoch, 17.02.2021, 21:45 Uhr aktualisiert: 17.02.2021, 21:50 Uhr

„Es ist ein großes Paket“, stellt Bürgermeister Stefan Streit fest.In der Tat. Rund 21 Millionen Euro schwer ist der Haushalt 2021 der Stadt, der am Dienstagabend im Kulturhaus einstimmig genehmigt wurde. Als eine „Sternstunde der Demokratie“ bezeichnete er die Verabschiedung des Etats. Große Investitionen (rund neun Millionen Euro) seien geplant, unter anderem in Feuerwehrgerätehäuser, Schulen und Isek-Maßnahmen.

Eine besondere Herausforderung – auch im finanziellen Bereich – ist die Corona-Pandemie. Darauf wiesen die Fraktionsvorsitzenden in ihren Haushaltsreden hin. „Nach einer Serie von ausgeglichenen Haushalten, ja sogar Überschüssen seit 2016, schafft es Corona, dass 2021 mit einem voraussichtlichen Defizit von rund 200 000 Euro geplant wird“, hielt Doris Löpmeier (SPD) fest. Aber nicht nur die Corona-Pandemie sei wegen der Einbrüche bei den Steuern, Einkommensausfällen im Bereich der Bühne und der Parkplätze ursächlich für das Minus, sondern auch die um rund 530000 Euro steigende Jugendamtsumlage.

Corona als Herausforderung

Darauf ging auch Egbert Friedrich (CDU) ein. Sämtliche Aufwendungen für Kinder und Jugendliche, insbesondere die Betreuungskosten,würden durch die Kommunen getragen. Um Mehrbelastungen decken zu können, habe der Kreis angekündigt, die Jugendamtsumlage zu erhöhen – was für die Stadt Tecklenburg gut eine halbe Million Euro mehr bedeute. Ohne diese Erhöhung wäre der Stadt sogar ein Haushaltsüberschuss von 300 000 Euro gelungen.

In den Fehlbetrag von rund 208 000 Euro sei noch nicht alles „eingepreist“, die Kosten der Pandemie würden zum Teil isoliert und deshalb den Haushalt in diesem Jahr noch nicht belasten, würden auf andere Jahre verteilt, erläuterte Marielies Saatkamp (Grüne). Wirtschaften in diesen schwierigen Zeiten verlange den Kommunen sehr viel ab.

„Wir werden im kommunalen Haushalt über Jahre hinweg weniger Geld zur Verfügung haben – bei einer Aufstockung der Investitionskredite und einem Abschmelzen der Ausgleichsrücklage“, warnte Dirk Wieschebrock (FDP) und mahnte zu Wachsamkeit.

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