Ausgezeichnet als „Fairtrade-Stadt“
Weltweit und regional

Tecklenburg -

Die Stadt hat alle Bedingungen erfüllt und ist nun als „Fairtrade-Stadt“ zertifiziert. Viele Akteure machen mit.

Donnerstag, 18.02.2021, 20:32 Uhr aktualisiert: 18.02.2021, 20:40 Uhr
Freuen sich über die Zertifizierung der Stadt: Evelyn Futterknecht, Stefan Streit, Laura Backhaus, Annette Brinkmann-Lescher und Susanne Tobergte (von links)
Freuen sich über die Zertifizierung der Stadt: Evelyn Futterknecht, Stefan Streit, Laura Backhaus, Annette Brinkmann-Lescher und Susanne Tobergte (von links) Foto: Ruth Jacobus

Es war die letzte offizielle Amtshandlung für Laura Backhaus : Am Dienstag präsentierte die Klimaschutzmanagerin das Zertifikat, das Tecklenburg zur „Fairtrade-Stadt“ macht. Laura Backhaus verlässt aus privaten Gründen die Stadt und zieht zurück ins Oldenburgische. Ein Jahr war sie in Tecklenburg tätig und hat seitdem Vieles bewegt und initiiert – bis hin zur „Fairtrade-Stadt“.

Bestimmte Voraussetzungen sind zu erfüllen, um dieses Siegel zu erhalten. So war zunächst eine Steuerungsgruppe zur Koordinierung der Aktivitäten zu gründen. Sie hat in Tecklenburg zwölf Mitglieder, unter anderem Evelyn Futterknecht , Leiterin des Graf-Adolf-Gymnasium, Annette Brinkmann-Lescher, ehrenamtlich in St. Michael engagiert, und Laura Backhaus. Deren Funktion übernimmt Wirtschaftsfördererin Susanne Tobergte.

Eine „Fairtrade-Stadt“ muss zudem eine bestimmte Anzahl an Verkaufsstellen und Gastronomie vorweisen, die faire Produkte anbieten. Diese Voraussetzung sei mehr als erfüllt, freute sich Laura Backhaus beim Pressetermin. In Tecklenburg und Brochterbeck verkaufen die katholischen Kirchengemeinden Kaffee, Tee, Schokolade und Vieles mehr. Auch verschiedene Einzelhändler haben fair gehandelte Produkte im Angebot, ebenso die Gastronomie. Eine Liste findet sich in einem Flyer, der auf der Homepage der Stadt (www.tecklenburg.de/Umwelt und Klimaschutz/Beschaffung und Fairer Handel) zu finden ist.

Das Graf-Adolf-Gymnasium richtet einen „GAG-Shop“ ein, in dem die Ernte aus dem Schulgarten und Upcycling-Sachen aus dem Kunstunterricht verkauft werden,

Evelyn Futterknecht, Schulleiterin

Das Graf-Adolf-Gymnasium richte einen „GAG-Shop“ ein, in dem die Ernte aus dem Schulgarten und Upcycling-Sachen aus dem Kunstunterricht verkauft würden, erläuterte Evelyn Futterknecht. Denn der faire Handel betrifft nicht nur Produkte aus fernen Ländern, sondern auch aus der Region. „Fairer Handel betrifft auch uns selbst“, verdeutlichte Bürgermeister Stefan Streit. Das Thema könne auch heruntergebrochen werden auf den geplanten Feierabend-Markt in Leeden. Er freue sich jedenfalls, dass so viele mitmachen würden – vom Lebensmittelmarkt über Hofläden bis hin zum Hotel.

Die Kampagne Fairtrade-Towns fördert gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene und die vielen Zertifizierungen sind das Ergebnis einer Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Städte und Gemeinden spielen eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung globaler Entwicklungsstrategien.

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