Programm für Fassaden und Hofflächen
Historischer Charakter soll bleiben

Tecklenburg -

In den nächsten Jahren sollen 250 000 Euro in die Fassaden und Hofflächen im Zentrum investiert werden. So steht es im Integrierten Stadtentwicklungskonzept. Die Hälfte des Betrags soll von privater Seite aufgebracht werden.

Montag, 22.02.2021, 06:10 Uhr
Mit privatem Engagement und Fördermitteln soll in Tecklenburg ein Fassaden- und Hofflächenprogramm realisiert werden.
Mit privatem Engagement und Fördermitteln soll in Tecklenburg ein Fassaden- und Hofflächenprogramm realisiert werden. Foto: Ruth Jacobus

Was ist es, das den besonderen Reiz des Städtchens ausmacht? Die Frage ist einfach zu beantworten: Es sind vor allem, die schönen, alten Gebäude und Fachwerkhäuser. Um den ortsbildprägenden historischen Charakter zu bewahren und aufzuwerten, soll im Rahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Isek) ein Fassaden- und Hofflächenprogramm aufgelegt werden. Damit will man unter anderem privates Engagement unterstützen. An Gesamtkosten sind 250 000 Euro geplant, verteilt auf die Jahre 2021 bis 2026.

„Das Erscheinungsbild des Zentrums prägt die Wahrnehmung der Stadt bei Bewohnern und Besuchern. Neben dem öffentlichen Raum sind insbesondere auch die privaten Immobilien maßgeblich bestimmend für den Grad der Atmosphäre und der empfundenen Attraktivität eines Stadtraums“, heißt es im Isek. Zur qualitativen Aufwertung des Stadtbildes sowie zum Erhalt und zur Entwicklung der durch das historische Erscheinungsbild geprägten besonderen Atmosphäre werde das Fassaden- und Hofprogramm aufgelegt. Ziel sei die Aufwertung privater Gebäude und Freiflächen zur Attraktivitätssteigerung des Erscheinungsbildes im Tecklenburger Zentrum.

Das Geld aus dem Programm soll als finanzieller Anreiz dienen, damit Eigentümer in ihre Gebäude investieren. Gefördert werden können laut Isek unter anderem der Anstrich und die Instandhaltung von öffentlich sichtbaren Hausfassaden, der Rückbau von störenden Elementen wie Vordächern und Werbeanlagen, die Gestaltung von Hofflächen sowie die Herstellung von Barrierefreiheit.

„Berücksichtigung finden sollen zudem die für Tecklenburg so typische und denkmalbereichsgeschützte Dachlandschaft sowie unter dem Aspekt des Klimaschutzes die Begrünung von Bauwerksflächen und die Nutzung klimaschonender Baustoffe“ ist im Isek weiter festgehalten. Die genauen Fördergegenstände, Gestaltungsgrundsätze sowie die Höhe der jeweiligen Förderung sollen in einer kommunalen Richtlinie beschrieben werden.

Der Betrag von 250 000 Euro setzt sich zusammen aus 125 000 Euro privater Mittel, 87 500 Euro Fördermittel vom Land und einem städtischen Eigenanteil in Höhe von 37 500 Euro.

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