Nicht abgeholte Gelbe Säcke
Die Routen werden bereits optimiert

Tecklenburger Land -

In vielen Orten sind die Gelben Säcke nicht oder verspätet abgeholt worden. Die Firma Remondis erläutert die Ursachen.

Samstag, 27.02.2021, 09:41 Uhr aktualisiert: 27.02.2021, 09:50 Uhr
Noch immer gibt es Ärger mit liegen gebliebenen Gelben Säcken.
Noch immer gibt es Ärger mit liegen gebliebenen Gelben Säcken. Foto: Nicole Lienemann - stock.adobe.com

Gelbe Säcke und vor allem solche, die nicht abgeholt immer noch herumliegen, sind weiterhin ein Thema. Bei der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGSt) kennt man die Probleme, es sei nicht nur eine Kommune im Kreis, in der es Probleme mit der Abholung der Gelben Säcke gebe, sagt Beatrice Dahl von der EGSt. Hintergrund sei, dass Remondis , nachdem die Firma den Zuschlag erhalten habe, die Abfuhr der Säcke jetzt selbst übernommen habe und nicht mehr, wie zuvor, einen Subunternehmer beauftrage. Und die Organisation einer Müllabfuhr sei sehr schwierig. Von Seiten der EGSt habe man das Duale System Deutschland wiederholt über die Problematik in Kenntnis gesetzt.

Und was sagt Remondis? „Aufgrund der extremen Witterungsbedingungen in der sechsten und beginnenden siebten Kalenderwoche war das Befahren von öffentlichen Straßen bis zum 15. Februar unmöglich“, erklärt Sprecherin Anna Ephan auf Anfrage unserer Redaktion. „Obwohl zusätzliches Personal und mehr Fahrzeuge zur Bewältigung der im Zuge des Schneechaos angestauten Mehrmengen eingesetzt wurden, konnten die ursprünglich zugesagten Nachabfuhren nicht in jedem Fall zum angekündigten Tag eingehalten werden.“ Remondis werde die Mengen aber nachfahren.

Extremes Wetter

Das Unternehmen entschuldige sich für alle Unannehmlichkeiten und bittet gleichzeitig alle Bürgerinnen und Bürger weiterhin darum, das Unternehmen über nicht abgeholte Säcke zu informieren ( 08 00/12 23 255).

Das Problem in der Region habe folgenden Grund, so Ephan: „Die reibungslose Übernahme neuer Sammelgebiete, insbesondere sehr ländlicher Gebiete, ist von diversen Faktoren abhängig und für jedes Entsorgungsunternehmen ein logistisches Großprojekt. Trotz intensiver Vorbereitung kommt es hier regelmäßig zu Rückständen bei der Abfuhr“, erläutert die Sprecherin. Remondis habe das Sammelgebiet zu Jahresbeginn neu übernommen und dafür 15 neue Mitarbeiter aus der Region eingestellt. „Die vorbereitete digitale und analoge Tourenplanung basiert vor allem auf Daten zu vorhandenen Haushalten, die uns zur Verfügung gestellt werden“, so Ephan. Diese können zum Beispiel lückenhaft sein. „Zudem gab es zwei unerwartete Fahrzeugausfälle und die bekannten, sehr starken Witterungseinbrüche, die die Leistungserbringung für unser Fahrpersonal erheblich erschwert haben.“

Da bereits viele Bürger den Aufwand betrieben hätten, Remondis über nicht erfasste Säcke zu informieren, habe auch das neue Team immer mehr Kenntnis zu potenziellen Rückständen. „Die Routen konnten bereits optimiert werden. Wir sind also sehr zuversichtlich, dass wir in den kommenden Wochen eine hohe Qualität der Abfuhr leisten können.“

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