Integriertes Stadtentwicklungskonzept
Was wird wirklich umgesetzt?

Tecklenburg -

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept enthält Maßnahmen für die Jahre 2021 bis 2026. Bereits vor zehn Jahren gab es ein Integriertes Handlungskonzept. Ist alles realisiert worden?

Montag, 29.03.2021, 20:27 Uhr aktualisiert: 29.03.2021, 20:30 Uhr
Was geschieht mit dem alten Rathaus? Diese Frage stellte sich bereits im Handlungskonzept aus dem Jahr 2011. Eine Antwort darauf gibt es bislang noch nicht.
Was geschieht mit dem alten Rathaus? Diese Frage stellte sich bereits im Handlungskonzept aus dem Jahr 2011. Eine Antwort darauf gibt es bislang noch nicht. Foto: Ruth Jacobus

Es sind zahlreiche Maßnahmen, die sehr viel Geld kosten: Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (Isek) steckt voller Ideen, Pläne und Vorhaben. Doch werden sie auch alle realisiert? Sind sie auch alle umzusetzen? Das ist unter anderem eine finanzielle Frage. Auf 13,4 Millionen Euro werden die Gesamtkosten geschätzt. Wenn die Fördermittel wie erwünscht fließen, verbleibt immer noch ein kommunaler Eigenanteil von knapp 2,3 Millionen Euro – verteilt auf die Jahre 2021 bis 2026.

Es ist nicht alles neu, was im Isek steht, es gibt durchaus noch nicht realisierte Vorhaben aus dem Integrierten Handlungskonzept aus dem Jahr 2011. Ein Beispiel ist die „Konzeptentwicklung zur Nachnutzung des Rathauses“. 2015 ist die Stadtverwaltung am Kahlen Berg ausgezogen. Das Gebäude wurde zur Flüchtlingsunterkunft und soll es zumindest bis 2022 auch bleiben. 2023 soll laut Isek ein Konzept entwickelt werden.

Beispiel Gestaltungshandbuch und Möblierungsprogramm: 2011 sollte bereits eine „Gestaltungsfibel“ erstellt werden. Nun wird das Thema erneut aufgegriffen.

Beispiel zukunftsgerechte Gestaltung des Jugendtreffs: Auch das war 2011 Thema im Handlungskonzept und das Isek 2021 sieht dringenden Handlungsbedarf im Tecklenburger Zentrum, nachdem in den Ortsteilen entsprechende Angebote geschaffen wurden..

Handlungsbedarf

Beispiel Barrierearmut: „Die Neupflasterung einzelner Straßenzüge wurde bereits im Integrierten Handlungskonzept Tecklenburg aus dem Jahr 2011 benannt, bislang aber nicht umgesetzt“, heißt es im Isek. „Die barrierearme Gestaltung des Tecklenburger Zentrums weist jedoch nach wie vor eine hohe Priorität auf.“

Beispiel Altstadtkoordination: Dazu zählt unter anderem ein Projektmanagement für die Umsetzung der Maßnahmen. Auch das stand im zehn Jahre alten Konzept, wurde aber nicht umgesetzt. Eng damit verknüpft sind die Punkte Verfügungsfonds, Fassaden- und Hofflächenprogramm sowie Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Auch diese Punkte wurden bislang nicht realisiert und sind im Isek mit aufgenommen worden.

Was mittlerweile – auch dank des Kreises Steinfurt – in Angriff genommen wird, ist die Umgestaltung des Burgbergs. Auch die Weiterentwicklung des Kurparks steht erneut auf der Liste. Der Kurpark gehörte 2011 noch nicht zum fest umrissenen Gebiet des Handlungskonzeptes. Das hat sich geändert. Gleiches gilt für das Umfeld der Haupt- und Gesamtschule.

Der Umbau und die Renovierung des in die Jahre gekommenen Kulturhauses, ebenfalls bereits 2011 benannt, soll nun in Angriff genommen werden. Diese Maßnahme hat im Isek „Allerhöchste Priorität“. Sie soll im kommenden Jahr umgesetzt werden.

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