Tempo 30-Zone für die Rosenstraße?
„Zurückbauen und Verkehr abschrecken“

Tecklenburg-Leeden -

Auf die Rosenstraße kommt Bewegung - und die soll deutlich langsamer werden. Es werden verkehrsberuhigende Maßnahmen geplant.

Montag, 26.04.2021, 18:05 Uhr
Durch Einengungen auf der Fahrbahn könnte Verkehr auf der Rosenstraße abgeschreckt werden. Für Angebotsstreifen für Radfahrer ist die Fahrbahn zu schmal. Sie dürfen die Radwege benutzen.
Durch Einengungen auf der Fahrbahn könnte Verkehr auf der Rosenstraße abgeschreckt werden. Für Angebotsstreifen für Radfahrer ist die Fahrbahn zu schmal. Sie dürfen die Radwege benutzen. Foto: Ruth Jacobus

Zu viel Verkehr und es wird oft zu schnell gefahren: Auf der Leedener Rosenstraße sich das ändern. Sie soll zu einer Tempo 30-Zone werden. Dafür hat sich der Planungs-, Bau- und Stadtentwicklungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung ausgesprochen. Der Stadtrat soll die Verwaltung beauftragen, beim Kreis einen entsprechenden Antrag zu stellen.

Welche Möglichkeiten der Verkehrsberuhigung es gibt, hatte zuvor Günter Springer vom Straßenverkehrsamt des Kreises erläutert. Im Rahmen einer Verkehrsschau hatte er sich die Situation vor Ort angesehen. „Die erste Idee waren Angebotsstreifen. Die hätte ich gerne gehabt, so Springer. Doch dafür sei die Straße zu schmal. Für diese Schutzstreifen für Radfahrer ist eine Straßenbreite von sieben Metern erforderlich, die Rosenstraße ist rund 5,50 Meter breit.

Tempo 30-Zone

Eine andere Lösung ist die Ausweisung als Tempo 30-Zone. Doch einfach nur entsprechende Schilder aufzustellen und dann hoffen, dass die Leute nicht zu schnell fahren oder die Rosenstraße nicht als Abkürzung nutzen, sei zu wenig. „Man müsste die Straße zurückbauen, damit der Verkehr abgeschreckt wird. Springer nannte Fahrbahnverengungen, an denen jeweils nur ein Fahrzeug vorbeifahren kann. „Das könnte man machen.“ Dann würde der Kreis eine 30er-Zone ausschildern.

„Tempo 30 ist möglich. Das ist eine klare Aussage“, freute sich Bürgermeister Stefan Streit.

Ob auch sogenannte Berliner Kissen als Aufpflasterung möglich seien, wollte Rainer Bünte ( Bündnis 90 /Die Grünen) wissen. „Die Anwohner werden ihnen danken, wenn sie es nicht tun“, antwortete Springer. Das habe etwas mit Lärm zu tun. Durch das Abbremsen und Gas geben werde es lauter als vorher.

Dass der Fachmann vom Kreis in der Sitzung zu Gast war, nutzte Frank Nowroth (SPD) gleich zu grundsätzlichen Fragen. Denn das an den Radwegen entlang der Rosenstraße die Hinweisschilder entfernt worden sind, sorgt für Unsicherheit (wir berichteten ausführlich). „Keiner weiß mehr, wie er sich verhalten soll, keiner kennt die Regeln“, monierte er.

Straßenverkehrsordnung

Die Straßenverkehrsordnung sage, dass man Radwege nur ausschildern darf, wo es notwendig ist, wo es Gefahrensituationen gebe. Dann seien die Wege für die Radfahrer benutzungspflichtig. Man habe deshalb damit begonnen, die Schilder im gesamten Kreis eben dort abzubauen, wo das nicht der Fall sei – so auch an der Rosenstraße. Die Stadt solle doch ein Pictogramm „Rad-/Fußweg“ aufbringen. Dann wüssten die Radfahrer, dass sie dort fahren dürfen. Stehe ein blaues Schild dort, müssten die Radler den Weg benutzen. Dass sie in beiden Richtungen auf dem Weg fahren dürften, da spiele er nicht mit, so Springer. „Dann haben sie immer Geisterfahrer.“

Nur eine Regelung für die Rosenstraße? Man sollte sich erst einmal Gedanken machen über ein Gesamtverkehrskonzept für Leeden, regte Wieland Fortmeyer (CDU) an. Inklusive des Abzweigs Natrup-Hagener Straße. Dem folgte der Ausschuss nicht. „Was man hat, das hat man“, meinte Ausschussvorsitzender Dr. Felix Kessens.

Der Stadtrat muss dem Beschlussvorschlag des Ausschusses noch zustimmen. Er tagt am Dienstag, 27. April, ab 17 Uhr im Kulturhaus.

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