Workshop für nachhaltige Entwicklung
Kunst in und mit der Umwelt

Tecklenburg -

Bildung für nachhaltige Entwicklung kann spannend sein und Spaß machen. Das zeigte sich in einem Crash-Kursus der evangelischen Jugendbildungsstätte.

Donnerstag, 29.04.2021, 21:42 Uhr aktualisiert: 29.04.2021, 21:50 Uhr
„Die zwei Freundinnen“ gehören zu den Kunstwerken, die im Workshop entstanden sind.
„Die zwei Freundinnen“ gehören zu den Kunstwerken, die im Workshop entstanden sind. Foto: Ev. Kirchenkreis

„Sie sollen Schwarzmalen!“ So lautete die ungewöhnliche Anweisung für einen nachhaltigen einstündigen Workshop mit dem Titel „Mach(t) was mit dir. Crashkurs BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung)“. Den eigenen ausgewählten Zeitungsbericht zu schwärzen war Teil der sogenannten „Black Out Poetry“-Methode, die die 20 Workshopteilnehmenden ausprobierten.

Etablierte Kunstmethoden

Die Botschaften globaler Nachrichten wie die einer Zeitung zu verändern, hieße, sie sich einzuverleiben und böte die Freiheit, die Botschaft selber bestimmen zu können, berichtet Bildungsreferentin Marilena Bekierz . Dabei passiere automatisch ein Hinterfragen der ursprünglichen Lesart der Nachricht und die Neugierde, auf welchen Wegen die eigene Sichtweise auszudrücken sei. Diese Methode war nur eine von insgesamt drei etablierten Kunstmethoden, die in dem kurzweiligen Kursus von Marilena Bekierz von der Evangelischen Jugendbildungsstätte Tecklenburg innerhalb des digital stattfindenden BNE-Festivals NRW genutzt wurden.

Aus Ressourcen im Innenraum oder draußen in der Natur ein Kunstwerk zu schaffen, war beispielsweise eine der Vorgaben zur Umsetzung der Methode „Land Art“. Frei übersetzt und ohne neumodische Anglizismen könnte „Land Art“ als Kunst mit und in der Umwelt übersetzt werden. Die Frage, wer oder was den Blick leitet, was als ästhetisch beziehungsweise natürlich in einer Landschaft und Umwelt empfunden wird, stellte die Weichen für eine Diskussion zum Umgang mit Ressourcen. Genau dies seien die intendierten Fragen, die den Teilnehmenden und später ihren Gruppen für eine Diskussion den Einstieg erleichtern sollten. Mit anderen Menschen größere „Land Art“-Installationen zu planen, sich zu trauen, Hemmschwellen zu überwinden mit dem Designen sozialpolitischer Sticker für den öffentlichen Raum und dem Willen, eigene Leitbilder zu hinterfragen, waren nur einige der angestrebten Lernziele für den einstündigen Workshop.

Durchhaltevermögen

Zur Verabschiedung wies die Bildungsreferentin darauf hin, dass die Vermittlung von BNE auf Durchhaltevermögen der Akteurinnen und Akteure angewiesen sei. Lernprozesse seien zwar für alle Menschen individuell zu bewerten, würden jedoch in der Struktur vergleichbar für alle Lernenden verlaufen und genau darin läge eine reale Chance: die nachhaltige Wirksamkeit von BNE.

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