Westerkappeln
Musik zum Kopfschütteln

Sonntag, 22.07.2007, 14:07 Uhr

Westerkappeln . Headbangen und Pogen ? Das sieht man in Westerkappeln eher selten. Beides passt gut zu Rockmusik. „ Kopfschütteln “ und „Aneinanderspringen“ würde man wohl übersetzen.

Mitmachen konnte man diese Tänze am Freitagabend in Düte. Zum vierten Mal fand auf dem Gelände des Schützenhauses an der Lotter Straße, das Musikfestival „Düte rockt“ statt.

Und das Konzert bewies es: Auch ein solch kleines Örtchen kann rocken ! Rund 150 Fans, so schätzte der Veranstalter ließen sich von den vier Bands begeistern.

Alle waren Nachwuchsbands – der jüngste Musiker, Bassist der Band „ Burn Pilot “, ist erst 13 Jahre alt – und spielten zum ersten Mal bei „Düte rockt“. Trotzdem waren sie schon wild und laut wie die Profis.

Der Auftakt der Veranstaltung verzögerte sich allerdings um eine Stunde, die Besucher ließen anfangs auf sich warten. Vermutlich kommt die Spezies „Rock-Fan“ erst im Dunkeln so richtig in Fahrt. Umso länger wurde nämlich durchgehalten.

Die Band „The Arisen“ machten den Anfang. Für das Quartett aus Ganderkesee im Kreis Oldenburg war es das erste überregionales Konzert. „Super Gig“, lobte Veranstalter Volker Tschöltsch und auch Sven Polizuk, Gitarrist der Band war zufrieden. „Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht und wir haben sogar ein paar neue Fans gefunden“, erzählte der 16-Jährige.

Steffen Bollacke ist Schlagzeuger der Band „Judy 69“. Seine Combo trat als letztes auf. Mit 19 Jahren ist der Mettinger zwar schon einer der erfahreneren Musiker, aber trotzdem ist „Düte rockt“ für ihn ein besonderes Konzert. „Sonst spielen wir eher in kleineren Schuppen oder Bars. Auf so einem großen Zelt mit über 100 Zuschauern ist es erst unser zweites Mal“, erzählte er.

Zudem sei das Publikum ein anderes als sonst. „Hier ist es ziemlich gemischt, viele Junge, aber auch viele ältere Leute sind da“, meinte er weiter. Das beweißt: Rocken können halt alle.

Nach dem Auftritt der Band „Burn Pilot“ gaben „Iron Head“ auf der Bühne Gas. Die vier Jungs machten dem Publikum vor, wie das mit dem „Headbangen“ richtig funktioniert. „Kommt mal alle noch ein bisschen näher ran“, fordert der Sänger auf, „wir können euch noch gar nicht riechen !“

Volker Tschöltsch, der das Konzert zusammen mit Andreas Cord veranstaltet hatte, zeigte sich zufrieden. Zwar hatten sich die Besucherzahlen des letzten Jahres, anders als erwartet, nicht gesteigert, aber das sei „schon okay“. „Das die Bands und die Zuschauer Spaß haben ist das wichtigste“.

Deshalb werde das Konzert auch im nächsten Jahr, dann bereits zum fünften Mal, wieder stattfinden, versicherte Tschöltsch.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/500030?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F188%2F702354%2F702364%2F
Ulf Schlien: Abschied von einem „unverwechselbaren Typen“
Präses Annette Kurschus hatte Ulf Schlien im Februar 2018 ins Amt eingeführt – nun hielt sie die Predigt beim Gedenkgottesdienst für den unerwartet verstorbenen Superintendenten.
Nachrichten-Ticker