Westerkappeln
Einblicke in die Agrargeschichte

Montag, 17.09.2007, 16:09 Uhr

Westerkappeln . Wer einen Einblick bekommen wollte, welche Vorläufer die heutigen Mähdrescher haben, war am Samstag und Sonntag im und am Traktorenmuseum gut aufgehoben.

Mithilfe vieler alter Maschinen zeigten die Organisatoren den Besuchern bei den Dreschtagen, wie früher Korn und Stroh getrennt wurden. Sogar Gäste aus dem Elsass nahmen diese Gelegenheit zum Blick in die Agrargeschichte wahr. „Mit den Besucherzahlen sind wir sehr zufrieden. Das liegt bestimmt am schönen Wetter“, zeigte sich Heinrich Teepe , einer der Helfer des Museums, positiv überrascht von der Resonanz in diesem Jahr.

Einen besonderen Blickfang bot eine Breitdreschmaschine von 1950, die Horst Kellermeyer extra für Schautage aufgearbeitet hat. Vor vier Jahren nahm die rund einjährige Restaurationszeit des Dreschers ein Ende. „Das war schwierig, weil die Maschine stark wurmbefallen war“, erzählt Kellermeyer von der erfolgreich bewältigten Aufgabe. Scheinbar keine Mühen scheuten Teepe und seine Helfer, um eine möglichst große Auswahl an Landmaschinen zu zeigen: Denn allein um einen antriebslosen Drescher, also einen, der im Gegensatz zu heutigen Mähdreschern über keinen eigenen Antrieb verfügt und so von einem Schlepper gezogen werden muss, vorzuführen, fuhr Heinrich Teepe zusammen mit einem Freund über 580 Kilometer. „Die Strecke fährt nicht jeder. Das ist Idealismus ohne Ende“, schmunzelte Teepe über die Aktion.

Um den Produktionsprozess des Getreides komplett zu verfolgen, konnten die Besucher auf der Diele frisches im Steinofen gebackenes Brot kosten. Es gab also nicht nur Einblicke in die historische Entwicklung der Landmaschinen, sondern auch in die Verarbeitung des dadurch gewonnen Getreides.

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