Westerkappeln
Zwei Personalien – eine Person

Dienstag, 06.05.2008, 15:05 Uhr

Westerkappeln . Zwei Personalien mit Tragweite : Der SPD-Ortsvorsitzende Ralf Kutschwalski lässt sein Amt mit sofortiger Wirkung aus beruflichen Gründen ruhen. Und die Realschule Westerkappeln bekommt einen neuen Leiter.

Dass diese beiden Meldungen direkt miteinander in Verbindung stehen, liegt auf der Hand. Wenngleich sich Kutschwalski zu seinen beruflichen Plänen selbst bedeckt hält. „Es kommt eine Menge Arbeit auf mich zu. Die Belastungen werden zu groß“, sagt der 56-Jährige lediglich.

Der derzeitige Rektor der Realschule, Franz-Josef Schlie , bestätigt indes, dass sich Kutschwalski um seine Nachfolge bewirbt. „Ich gehe mit hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass das funktioniert“, meint Schlie.

Die Entscheidung fällt am 2. Juni. Dann tritt die Schulkonferenz zur Wahl zusammen. In dem Gremium, das geheim wählt, sitzen 50 Prozent Lehrer sowie jeweils 25 Prozent Schüler und Eltern. Die Gemeinde als Schulträger schickt ein stimmberechtigtes Mitglied in die Schulkonferenz.

Auf die Stelle gibt es allerdings einen weiteren Bewerber. Zurzeit laufe für beide Kandidaten noch die schulfachliche Bewertung, teilt die Bezirksregierung in Münster mit. Dazu gehöre unter anderem die Unterrichtsbeurteilung.

Die Wahl seines jetzigen Stellvertreters zum Schulleiter hielte Schlie für eine „sehr gute Lösung“. Offizieller Dienstbeginn für den neuen Rektor ist am 1. August. Franz-Josef Schlie wird am 23. Juni offiziell verabschiedet.

Kutschwalskis Rücktritt vom SPD-Vorsitz löst in der Parteispitze ein Stühlerücken aus. Der SPD-Vorstand hat sich bereits nach einem Nachfolger umgeschaut und nominiert Ulrich Kröner (61) als neuen Vorsitzenden. Der Betriebswirt ist seit 1972 SPD-Mitglied und gehörte dem Rat von 1996 bis 2004 an.

Kröners Sohn Markus will seinen Posten als zweiter stellvertretender Vorsitzender gleichzeitig niederlegen. Dafür schlägt der Vorstand Werner Schröer vor, der seit 2004 dem Rat angehört.

Kutschwalski wurde vor vier Jahren ebenfalls in den Rat gewählt. Ob er auch sein Mandat aus beruflichen Gründen niederlegt, lässt der Vater von zwei Kindern offen. „Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt.“ Den SPD-Ortsverein führte er seit Februar 2003.

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