Westerkappeln
Urlaub wie bei Rosemunde Pilcher

Mittwoch, 16.07.2008, 15:07 Uhr

Westerkappeln . „Bewundernswert, wie ihr als Großgruppe durch Irland reist“, lobte der westfälische Pastor Harald Schieber die 39 Jugendlichen und ihre Betreuer aus der evangelischen Kirchengemeinde Westerkappeln. Pastor Schieber – vor vier Jahren mit seiner Familie nach Südirland ausgewandert – hatte für die Freizeitteilnehmer zwei Gruppenunterkünfte in Cork und in Killarney am „Ring of Kerry“ ausgekundschaftet.

Bei seinem Besuch bei den Westerkappelnern staunte er laut Mitteilung, wie sich 39 Jugendliche mit ihren Betreuern Sigrid und Andreas Holtgrave, Friederieke und Kathrin Echterhoff , Lisa und Lukas Büscher, Hannes Weiner und Patrick Eschmann mit internationalen Linienbussen und dem Kirchenbulli von Deutschland nach Irland auf den Weg gemacht hatten, um den Süden der grünen Insel kennen zu lernen. „Ihr kennt euch besser mit dem öffentlichen Nah- und Fernverkehr Irlands aus als so mancher Einheimische“, meinte er.

Gute zwei Wochen war die Westerkappelner Gruppe unterwegs. Von Osnabrück ging es nach London, von dort nach Dublin und schließlich weiter nach Cork. In der Nähe dieser Stadt wurde das erste Quartier für eine Woche in einem Haus der irischen Pfadfinder bezogen.

Die Jugendleiter und Pastorin Holtgrave hatten ein Spiel-, Freizeit- und Besichtigungsprogramm ausgearbeitet. Ausflüge zur Hafenstadt Kinsale und zum Auswandererhafen Cobh, wo die Titanic das letzte Mal vor ihrer Havarie Passagiere aufnahm, wurden unternommen. Ein Besuch im Titanic-Museum durfte dabei natürlich fehlen.

In Cork, der zweitgrößten Stadt Irlands, kannten die Jugendlichen sich nachher laut Mitteilung gut aus. Auf dem Pfadfindergelände wurden der Klettergarten und die sehr lange und hohe Seilbahn genutzt. Abends saß man beim Lagerfeuer oder zum Spieleabend zusammen.

Der Ferienort der zweiten Woche war Killarney, einer der landschaftlich schönsten, aber auch touristisch erschlossensten Orte Irlands. Die Gruppe kam in einer ehemaligen anglikanischen Kirche unter, die die dortige Kirchengemeinde zum Freizeithaus umgebaut hatte. Wanderungen durch den Nationalpark zu den wunderschönen, berühmten drei Seen Killarneys und zum alten Herrensitz „Muckross House“ und dem Bauernhaus-Museum wurden unternommen.

In dieser exquisiten Lage seien die Jugendlichen beinah in die klischeehafte Welt eines Rosamunde Pilcher-Romans versetzt worden „und alle kamen sich ganz nobel vor“, berichtet Pastorin Holtgrave.

Die Digitalkameras der Jugendlichen hatten viel aufzunehmen. Der Nationalpark diente auch als gute Kulisse für Großgruppengeländespiele, die von allen Sportlern der Gruppe heiß begehrt waren.

Das alte anglikanische Kirchengebäude habe auch eine gute Atmosphäre geboten, sich mit religiösen und christlichen Inhalten auseinanderzusetzen, erzählt Holtgrave weiter. Gottesdienste seien gefeiert und zwei Bibeltage miteinander verbracht worden. Dabei hätten sie und ihre Mitarbeiter bibliodramatische Methoden der Bibelarbeit an, was den Jugendlichen gut gefallen und erstaunliche Zugänge und Ergebnisse erbracht habe.

So sei zu einer Heilungsgeschichte gerapt, Standbilder zum Thema „Lebensorientierung“ erstellt und Theater zum Thema „Mobben und Außenseitertum“ gespielt worden.

Nach gut zwei Wochen sei eine gute Gemeinschaft in Irland entstanden, die sich nur ungerne auf den Rückweg nach Westerkappeln machte. Allein ein eintägiger Zwischenstopp in London bei bestem Sonnenwetter und dem Miterleben einer Gartenparty des englischen Königshauses mit vielen königlich gewandeten Menschen sei noch ein Highlight auf dem Rückweg gewesen.

In Osnabrück konnten dann die Eltern ihre weitgereisten und reiseerfahrenen Globetrotter-Kinder wieder in Empfang am Busbahnhof nehmen. Dort hörte man, so Holtgrave, des öfteren die Nachfrage beim Verabschieden: „Bist du nächstes Jahr wieder dabei ? Irland war ja so cool.“

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