Westerkappeln
Selbstverteidigung ist jüngstes Küken

Dienstag, 01.06.2010, 14:06 Uhr

Westerkappeln - „Im THC ist immer was los“, blickte der Vorsitzende des Turn- und Handballclubs Westerkappeln (THC), Werner Schröer , im 41. Jahr seit Gründung optimistisch nach vorne. „Unser jüngstes Küken ist die Selbstverteidigung “, gab er am Montagabend anlässlich der Jahreshauptversamlung an Anja Mitchell weiter, deren Abteilung mittlerweile 55 Mitglieder umfasst.

„Es gibt besonders viele Nachfragen im Kleinkindbereich unter sechs Jahren“, benannte Mitchell einen Trend, der zur allgemeinen Erheiterung führte. „Eine vierjährige Interessentin habe ich erstmal an die Kinder-Turngruppe verwiesen.“

Im Vorstand des THC gibt es zwei neue Gesichter: Axel Münch ist seit Montagabend stellvertretender Vorsitzender und löst damit Günter Wünsch nach 24 Jahren ab. Der 61-Jährige hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt.

Marlies Kiesewetter übernahm den Posten als Vertreterin der Jugend, den bis dato Rosemarie Jaroschek ausfüllte. Jaroschek ist jetzt Vertreterin des Gesundheitssports. Dieses Amt wurde bei der Jahreshauptversammlung neu in die Satzung aufgenommen. Die Mitglieder bestätigten zudem Werner Schröer als Vorsitzenden, Rainer Wortmann als Schatzmeister und Karl-Heinz Grewe als Schriftführer in ihren Ämtern.

Für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt wurden Hannes Weiner (10 Jahre) und Werner Härle (40 Jahre).

Werner Schröer zeigte sich am Montagabend vor nur rund 30 erschienenen Mitgliedern zufrieden und blickte noch einmal auf das Fest zum 40-jährigen Bestehen zurück: „In besonderer Erinnerung ist sicher das Spiel gegen den Bundesligisten TV Emsdetten geblieben, aber auch alle anderen Veranstaltungen waren gut besucht“, freute sich Schröer.

Für deutliche Entlastung der knappen Trainingskapazitäten sorgte die neue Zweifachhalle. „Das hat viel Luft gegeben“, betonte Werner Schröer. Besonderen Wert legt der THC-Vorstand auch weiterhin auf die fundierte Ausbildung der jugendlichen Übungsleiter. „Mein Dank gilt besonders den Menschen im Hintergrund, ohne die der Verein nicht funktionieren würde“, sagte der THC-Vorsitzende.

Der Verein ist mit rund 700 Mitgliedern konstant geblieben. Die Abteilungsleiter berichteten von den Entwicklungen ihrer Sparten. Rosemarie Jaroschek zog eine positive Bilanz der Gymnastik-Abteilung. Sowohl die Frauen- als auch die Kinderturngruppen würden gut angenommen. Auch die neuen Hallenzeiten erwiesen sich als positiv: Regelmäßig kommen 15 bis 18 Kinder. „Da brummt die Halle“, sagte Jaroschek lachend.

Der THC hat einen neuen „Pluspunkt Gesundheit“ für die Kooperation mit der AWO-Kindertagesstätte beim Projekt „Schwer mobil“ bekommen, das erstmals für Vorschulkinder stattfand. Ungebrochen groß ist der Bedarf der Motopädie-Abteilung, wie Kalle Homburg mitteilte: 53 Kinder verteilen sich derzeit auf 17 Kleingruppen.

Die Handball-Abteilung startete mit vier Teams in die Saison. Die erste Herrenmannschaft ist im Zuge der Umstrukturierung der Regionalligen aus der Landesklasse abgestiegen. „Das ist schade, aber nicht zu ändern“, betonte Frauke Helmich, die sich bei den Damen über den direkten Wiederaufstieg in die Regionsoberliga freute. Zudem sind die THC-Handballer in der Jugend erfolgreich. „Hier zeigt sich der hohe Wert an Aus- und Weiterbildung. Ein Großteil unserer Trainer ist lizensiert. Das ist wohl einmalig im Kreis“, sagte Helmich.

Die positive Entwicklung der Radsportabteilung setzte sich auch 2009 weiter fort. Mittlerweile vertreten 90 Mitglieder die Farben des THC im In- und Ausland. „Wir wollen aber nicht nur Quantität, sondern Qualität fördern“, erläuterte Axel Münch die Ziele der Radsportler für die kommenden Jahre.

Die Judo-Abteilung ist nicht mehr ganz so schlagkräftig und hofft auf weitere Verstärkung. Ein Argument für die gute Arbeit der Judokas ist sicher Hannes Weiner, der sich für die Westdeutsche Meisterschaft qualifiziert hat. Elke Moldenhauer gibt Tai-Chi-Kurse für Jugendliche und Erwachsene, die sich ebenfalls positiv entwickelten.

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