Westerkappeln
Frieden rund ums Stadion

Sonntag, 01.08.2010, 20:08 Uhr

Westerkappeln - So ganz idyllisch sieht es im Hanfriedenstadion in Westerkappeln derzeit nicht aus. Vor den Umkleiden stehen Leitern, ein wenig weiter ist ein Container aufgestellt. Säckeweise Bauschutt liegt darin. Nur ein paar Meter weiter türmt sich ein Berg alter Möbel. Es ist nicht zu übersehen, im Stadion geht es unruhig zu, es stehen Veränderungen an. Dennoch macht der Ort seinem Namen endlich wieder alle Ehre, denn die Aufregung der vergangenen Wochen und Monate um die Situation der hiesigen Sportstätten hat sich gelegt. Es herrscht Frieden .

„Wir sind sehr zufrieden mit der Qualität der Plätze“, sagt Udo Hachmann , seit Frühjahr dieses Jahres neuer Vorsitzender bei Westfalia Westerkappeln. Dabei hatte es noch vor nicht allzu langer Zeit Unstimmigkeiten über die Qualität gegeben. Leichtathleten und Fußballer bemängelten die Rasenqualität, sowie die Beschaffenheit des Bodens. „Es wurde in den letzten Wochen viel gearbeitet“, bestätigt Hachmann mit einem respektvollem Seitenblick auf Platzwart Rolf Meyer zu Hoberge.

Das bestätigen laut Hachmanns Aussage auch Gegner und Schiedsrichter bei den Fußball-Testspielen der Westfalia. Vor allem der ehemalige Ascheplatz am Königsteich, der zuletzt durch Bodenwellen und -rillen aufgefallen war, ist begradigt worden. „Das fiel noch unter die Gewährleistung“, erklärt Meyer zu Hoberge. Das zuständige Unternehmen hatte bei dem Platz zuerst auf eine falsche Saat gesetzt.

Gute Nachrichten gibt es zudem von den Umkleiden im Hanfriedenstadion. Die werden derzeit komplett saniert. Die Gemeinde hat dazu eine interessante Vereinbarung mit der Westfalia getroffen. „Die Gemeinde ist zwar der Eigentümer, doch die Westfalia eben der hauptsächliche Nutzer“, sagt Jürgen Hirlehei. Daher packen beide Seiten das Projekt gemeinsam an. Auf ein Volumen von 60 000 Euro sind die Arbeiten angesetzt. 36 000 Euro übernimmt die Gemeinde, den Rest erledigt der Verein in Eigenleistung.

„Wir haben schon viel gemacht. Die Stemmarbeiten erledigt. Auch gekachelt ist drinnen schon“, sagt Hachmann. Gut die Hälfte der Arbeiten ist bereits vollbracht. Ab Ende August sollen die Umkleiden endgültig im neuen Glanz erstrahlen. „Im Kostenrahmen“, wie Hachmann bestätigt. Soll heißen, die Planung war gut, die Arbeiten werden nicht teurer als veranschlagt. Die geplante Einweihungsfeier werden sich also vor allem die Helfer verdient haben. Derzeit findet sich regelmäßig ein Dutzend Hobby-Handwerker am Wochenende im Stadion ein.

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Deler Saber ist Kurde und Deutscher Staatsbürger und hat früher in Bagdad gelebt und studiert. Vor über 20 Jahren kam er nach Deutschland, seit 2000 lebt er in Münster. Die Stadt, sagt er, sei zu seiner Heimat geworden, die er nicht mehr verlassen will.
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