Westerkappeln
Umkleiden wieder auf der Höhe der Zeit

Sonntag, 19.09.2010, 14:09 Uhr

Westerkappeln - Am Samstagvormittag hat der Vorstand des TSV Westfalia alle Helfer, die bei der Sanierung der Sportanlage mitgeholfen hatten, zur Besichtigung der neugestalteten Anlage und zum anschließenden Frühstück im „Kuckucksnest“ eingeladen.

Es war einst die Vorzeige-Sportanlage im Kreis Tecklenburg. „Es hat in der Region keine modernere Anlage gegeben“, betonte Udo Hachmann , Vorsitzender des TSV Westfalia. Jetzt, 47 Jahre später, sind die Umkleiden der Sportanlage an der Hanfriedenstraße dank einer Generalüberholung wieder auf der Höhe der Zeit. Das 1960er Jahre Interieur ist einer hellen, freundlichen Gestaltung gewichen. Die Umkleideräume sind mit neuen Heiz- und Sanitäranlagen ausgestattet. In den Duschkabinen sorgt nun eine Belüftungsanlage für Frischluft.

Auch die Fenster sind neu aufgearbeitet und die Innentüren ausgetauscht worden. ,,Damals müssen die Menschen wohl schlanker gewesen sein“, mutmaßte Hachmann schmunzelnd angesichts der nur 65 Zentimeter breiten alten Innentüren.

Probleme hätten auch die nicht eben akkurat gezogenen Wände gemacht. „Da sind erhebliche Stemmarbeiten angefallen“, berichtete Hachmann weiter, der trotz der Runderneuerung des Gebäudes eine Gemeinsamkeit mit der altvertrauten Anlage ausmachen konnte. „Die spartanische Ausstattung ist natürlich geblieben.“ Das sei „eben so üblich bei Vereinen, die in der Kreisklasse spielen“.

Nicht nur aufgrund der Kreisklasse-Ausstattung hielten sich die Kosten im vorgesteckten Rahmen von 60 000 Euro. Die Gemeinde Westerkappeln hat 60 Prozent der Kosten übernommen, der Rest ist vom Verein in Eigenleistung erbracht worden. Über 800 Stunden haben die Helfer in die Sanierungsarbeiten investiert.

„Alle haben mitgeholfen und es war sehr gut organisiert. Das ist nicht selbstverständlich“, lobte Hachmann. Er dankte auch dem ehemaligem Vereinsvorstand, der die Neugestaltung damals auf den Weg gebracht hatte. Seiner Berechnung nach dürften in den vergangenen 47 Jahren wohl weit über 300 000 Sportler die Anlage genutzt haben.

Dass derart stark frequentierte Umkleide- und Duschräume sanierungsbedürftig waren, sah auch Bürgermeister Ullrich Hockenbrink ein. „Es war wirklich notwendig.“ Die Neugestaltung fand er „gut gelungen“. Hockenbrink gab aber zu bedenken, dass sich „die Zeiten geändert haben“ In den Sechzigern hätten die Kommunen noch „richtig viel Geld gehabt“ Inzwischen gebe es Gemeinden in NRW, die von den Vereinen eine Gebühr für die Nutzung der Sportstätten nähmen. Er freue sich, dass in Westerkappeln die Sportstätten weiterhin kostenfrei zur Verfügung stehen. Denn Mannschaftssport sei besonders für die Jugend wichtig und biete eine gute Möglichkeit zur Integration, insbesondere auch für Gemeindemitglieder mit Migrationshintergrund.

Zur Einweihung der Sportanlagen wurde am Samstagvormittag dann kräftig ins Horn geblasen. Mit Instrumenten, die bei der Aufräumaktion der Sportanlage entdeckt wurden. Die Fundstücke hätten so manches Mal Anlass zum Schmunzeln gegeben, erzählte Gerhard Burbrink, Organisator der tatkräftigen Helfer. Das herausragende Prunkstück ist eine goldfarbene Dreifach-Tröte. Von Burbrink als die ,,Mutter aller Vuvuzelas” bezeichnet.

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