Westerkappeln
Zurück in den Schoß der Mutter

Freitag, 04.02.2011, 17:02 Uhr

Westerkappeln - Man kann es auch so sehen: Die Katholiken in Westerkappeln und Lotte kehren wieder in den Schoß der Mutter zurück. Denn eigenständig ist die Pfarrei so lange noch nicht.

Nach der Reformation „hören wir hier von einer katholischen Gemeinde nichts mehr“, schreibt Friedrich-Ernst Hunsche in seiner 1975 erschienenen Westerkappelner Ortschronik. Erst im 17. Jahrhundert werden wieder katholische Gottesdienste auf Haus Cappeln gefeiert.

1831 werden die Katholiken in Cappeln, Lotte und Wersen der Pfarrei Mettingen zugeordnet.

Durch die Wirren des Zweiten Weltkrieges verschlägt es viele Vertriebene aus den ehemaligen Ostgebieten auch nach Westerkappeln, Lotte und Wersen. Das katholische Leben blüht langsam auf. 1948 zählt die Gemeinde bereits 1200 Personen. Heute sind es gut 6000.

1950 wird nahe der Wilhelmshöhe eine (Not-)Kirche errichtet. Sechs Jahre später wird Westerkappeln zum Pfarr-Rektorat mit eigener Vermögensverwaltung ernannt.

1966 wird dieses schließlich zur Pfarrei erhoben und Pastor Franz Lückmann zum Pfarrer ernannt. Er ist der erste katholische Pfarrer in Westerkappeln nach der Reformation. 1982 wird die heutige Pfarrkirche eingeweiht. 1984 stirbt Pfarrer Lückmann.

Am 1. März wird Jürgen Schmülling zum Nachfolger berufen. Nach dessen Verabschiedung im Jahr 2000 beginnen unruhige Zeiten. Mit dem im gleichen Jahr eingeführten Pfarrer Bernd Wübbecke gibt es Streit in den Gremien. Bald führt ein Tiefer Riss durch die Gemeinde. 2002 wird Wübbecke vom Bischof entpflichtet.

Sein Nachfolger ist Ludger Uhle, der sich 2009 auf eigenen Wunsch vom Bischof entpflichten lässt.

Pater Shaji George aus Mettingen wird daraufhin zum Pfarrverwalter und Pfarrer eingesetzt. Ende 2009 bekommt er Unterstützung von Dr. Norbert Tillmann als Vikarius Cooperator.

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